Jahrgangsübergreifendes Lernen 1-3

 

Ziele der Jahrgangsmischung

  •   Jedes Kind soll individuell, seinem Lerntempo und Leistungsvermögen entsprechend lernen.
  •   SchülerInnen sollen nicht in ihrem Voranschreiten gebremst werden, weil andere Kinder im gleichen Jahrgang noch nicht so weit sind. 
  •   Andererseits sollen die SchülerInnen aber auch nicht den Druck verspüren, in genau dem gleichen Arbeitstempo voran kommen zu müssen.
  •   Diesen Druck auf der einen Seite, aber auch die eventuell auftretende Langeweile auf der anderen Seite, wollen wir durch unter Konzept entgegenwirken.
  •   Die Kinder sollen Zeit haben, das Gelernte zu verinnerlichen und in ihrem Tempo weiterarbeiten zu können.
  •   Durch dieses Konzept versuchen wir jedes Kind dort abzuholen, wo es gerade steht.

 

Lerngruppen

  • Statt "Klasse" sagen wir "Lerngruppe", weil es bei uns keine erste, zweite und dritte Klasse gibt, sondern Kinder aus den Jahrgängen 1, 2 und 3 gemeinsam in einer festen Gruppe lernen.
  • Eine Lerngruppe besteht immer aus jeweils 6 - 9 Kindern pro Jahrgang.
  • Die maximale Lerngruppengröße liegt bei 25 Kindern.

 

Trainingszeit

  •   In der Trainingszeit werden vor allem die Fächer Mathematik und Deutsch bearbeitet.
  •   Neben Mathematik und Deutsch können auch andere Inhalte beendet werden. (Beispiel: Plakatgestaltung, Tagebucheinträge oder Bastelarbeiten).
  •   Sie findet häufig in der ersten Lerneinheit (1.+2. Stunde) statt.
  •   In der Trainingszeit können wir der Individualität jedes einzelnen Kindes am ehesten gerecht werden.
  •   Die Kinder können mitentscheiden, in welchem Unterrichtsfach und in welchen Materialen/Heften sie weiterarbeiten wollen. So können Neigungen und Interessen berücksichtigt werden.
  •   Die Trainingszeit beginnt mit einem Sitzkreis. Jedes Kind benennt dabei kurz, welche Aufgaben es heute erledigen oder fortsetzen möchte. Daran schließt sich die eigentlich Arbeitsphase an. Zum Abschluss kommen noch einmal alle SchülerInnen einer Lerngruppe im Sitzkreis zusammen und jedes Kind hat die Chance, seine Ergebnisse und Entdeckungen aus der Arbeitsphase seinen MitschülerInnen vorzustellen.
  •   Treten kleinere Verständnisprobleme auf, helfen sich die SchülerInnen  gegenseitig. Das Helferprinzip wird mit den Kinder trainiert:

        Wie helfe ich richtig?! Was ist der Unterschied zwischen etwas vorsagen oder helfen?!

  •   Durch das selbstständige Arbeiten haben die Lehrerkräfte mehr Zeit, Themen in Kleingruppen intensiver zu besprechen und so gezielter Fragen der Kinder zu beantworten.

 

         

   
© Primus Schule der Stadt Minden