Akzeptierte, verbindliche und abgesprochene

Werte und Leitsätze

der PRIMUS–Schule in Minden

Stand 14.8.2014

 

 

Unsere Werte:

 

Die PRIMUS–Schule ist ein Lebensraum, in dem...

 

mit Freude und Begeisterung die Sinnhaftigkeit des Lernens erfahren wird.

 

die Individualität und Vielfalt wertgeschätzt und als Bereicherung anerkannt werden.

 

Demokratie und Solidarität gelebt und vermittelt werden.

 

allen Schülerinnen und Schüler Zeit und Gelegenheit zur individuellen Entwicklung gegeben wird.

 

Unsere Leitsätze

Unterricht

  • Wir schaffen eine anregende Lernumgebung und -athmosphäre
  • Wir tragen Verantwortung für unseren eigenen Lernprozess.
  • Wir fördern und fordern nach individuellen Möglichkeiten.
  • Grundlage unseren Unterrichts ist eine tragfähige Schüler – Schüler und Lehrer – Schüler – Beziehung
  • Die Interessen unserer SuS sind Ausgangspunkt unserer didaktischen Überlegungen.
  • Wir geben Raum für Mitbestimmung und sorgen für Transparenz

 

Umgang miteinander

  • Wir tragen für einander Verantwortung,
  • Wir hören einander zu.
  • Wir unterstützen einander mit Know-how und material
  • Wir gehen mit allen Materialien sorgsam um.
  • Wir wertschätzen einander.
  • Wir lösen Konflikte und Probleme gemeinsam.
  • Wir fördern eine Feedbackkultur.
  • Jeder übernimmt Verantwortung für sich und das Wohl der Anderen.
  • Wir wertschätzen und unterstützen andere. Kein Kind wird bloßgestellt!
  • Wir halten uns an Absprachen und pflegen einen höflichen Ton.
  • Wir sind kompromissbereit. Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt.
  • Wir lösen Konflikte gewaltfrei (körperlich, verbal, medial).
  • Alle an Schule beteiligte sind verantwortlich und gestalten die Schule mit. (L, SuS, Eltern)
  • Eltern werden einbezogen und ernstgenommen.
  • Schülerinitiativen werden ernst genommen (inner- und außerschulisch)

 

Erziehungs- und Bildungsverständnis

 

  • Jede Leistung wird anerkannt.
  • Jedes Kind wird einbezogen und gefördert. Kein Kind bleibt zurück!
  • Lernen findet mit Kopf, Herz und Hand statt.
  • Wir beteiligen SuS an der Auswahl der Lerninhalte. Lernen ist Selbstorganisation
  • Eine gute, vertrauensvolle Schüler – Lehrer – Beziehung ist der Grundstein unserer Arbeit!!!
  • Lehrer sind auch Lernbegleiter.
  • Heterogenität wird als Bereicherung gesehen.
  • Erziehung zu Demokratie und Solidarität sind Grundsteine unserer Arbeit!!!
  • Wir sensibilisieren SuS aktiv für die Vielfalt der Gesellschaft.
  • Wir sensibilisieren SuS für politische, gesellschaftliche, kulturelle Zusammenhänge.

Lesen Sie hier weiter!

Deutsch als Zweitsprache (DAZ)

Das angemessene Beherrschen der Unterrichts- bzw. Landessprache ist für Schülerinnen und Schüler von enormer Bedeutung. Zum einen hängen hiervon ihre Bildungschancen ab. Das Lesen und Schreiben in deutscher Sprache wird von ihnen in der Mehrzahl der Unterrichtssituationen verlangt. Darüber hinaus zeigen Studien immer wieder, dass auch der Lernerfolg in mathematischen Bereich stark von sprachlichen Fähigkeiten abhängt, da hier logische Zusammenhänge verstanden und erklärt werden müssen.

Lesen Sie hier weiter!

 

Gemeinsames Lernen

Seit 2014 sind wir Schule des Gemeinsamen Lernens. Jedes Kind ist uns willkommen und wir versuchen jedes Kind im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich zu fördern, unabhängig von Geschlecht, Religion, Nationalität und individuellem Unterstützungsbedarf. 

Unser multiprofessionelles Team aus Lehrkräften der Grundschule, der weiterführenden Schule, Sonderpädagogen sowie Schulsozialarbeiterinnen und Erzieherinnen steht dafür immer in engem Austausch miteinander.

Davon profitieren alle: Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhöhen ihre sozialen Fähigkeiten und lernen, ihr Wissen verständlich zu erklären, Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen erhalten viele Anregungen von ihren Mitschülern und werden zusätzlich in Kleingruppen gefördert. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Emotional-soziale Entwicklung lernen positives Verhalten an vielen guten Vorbildern und Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache lernen anhand vieler guter Sprachvorbilder. 

Lesen Sie hier weiter!

 

 

Die PRIMUS-Schule in Minden

Schule des längeren gemeinsamen Lernens

 

Wählen Sie bitte Ihr Thema!

 

 

Vorwort
 

Modellschule PRIMUS Nachdenken über Schule wissenschaftliche Begleitung
A B D D

Abschlüsse

Berufsorientierung Demokratie lernen Deutsch als Zweitsprache (DAZ)
F G G J

Feste

Ganztag Glück & Erfolg Jahrgangsübergreifendes Lernen
K K L L

Kindergärten

Klassenfahrten

Gemeinsames Lernen

(Sonderpägogische Förderung)

Leistungsdiagnostik
L S S S

Lernen in Schwerpunkten

Schulhunde Schulsozialarbeit Stadtteilbildungszentrum
S T T U

Standards &

Leitsätze

Tablets im

Lernraum

Teamschule

 

Unterricht
W      

wissenschaftliche Begleitung

     

 

 

Vorwort

Im Jahr 2013 ist in Minden im Stadtteil Dankersen die PRIMUS-Schule Minden entstanden. Unsere Schule will neue, moderne und zukunftsträchtige Ansätze der Lern- und Unterrichtsorganisation entwickeln, übernehmen und etablieren! Das einzelne Kind steht im Vordergrund. Stärken werden entwickelt, Schwächen werden zielgerichtet ausgeglichen. Jedes Kind bekommt eine Chance!

 

Die an Unterricht und Schulleben beteiligten Personen, Schüler, Eltern, Lehrer und externe Helfer, wollen die Herausforderungen unserer Zeit aktiv und gestaltend annehmen. Unsere Schüler werden daher umfassende methodische, inhaltliche und soziale Kompetenzen erwerben. Diese sollen sie sich aneignen, innerhalb und außerhalb der Schule vertiefend einüben und erproben und zu zukunftsorientierten Bildungs- und Berufsabschlüssen ausbauen.

Schulorganisation

Wir streben neue Organisations- und Arbeitsstrukturen an. Unser Ziel ist ein Schulvorstand mit kollegialer und kooperativer Führung. Hier sollten Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schülern und externe Partner mit Sitz und Stimme vertreten sein. Die Konferenzen könnten zu Fachforen werden, wichtige Fragestellungen werden immer von der gesamten Schulgemeinde entschieden.

Lern- und Unterrichtsorganisation

Formen von selbstgesteuertem Lernen und selbstständigem Arbeiten können nur in veränderter Unterrichts- und Lernorganisation gelingen. Individuelles Lernen braucht anspruchsvolle Aufgaben und Problemstellungen, lernprozessorientierte Zeitstrukturen und die Möglichkeit zur weitgehenden Steuerung der Arbeitsprozesse durch die Schülerinnen und Schüler. Die verhängnisvolle Teilung des „in Fächern Lernens“ soll kurzfristig zu Gunsten eines ganzheitlichen Lernens überwunden werden.

Unterrichtsformen

Unterricht verstehen wir als Lehr- und Lernprozess auf allen Seiten, der als selbstständiges Arbeiten und Lernen begriffen und gemeinsam gestaltet wird. Es findet fortwährend eine intensive Verständigung über die Lernarrangements statt. Individualisiertes Lernen und seine Unterstützung wird in diesem Sinne als offener Unterricht verstanden, der selbstständiges, entdeckendes Lernen, den Fachvortrag, die individuelle Arbeits- und Lernplanung in den Mittelpunkt stellt und die Schülerinnen und Schüler befähigt, das eigene Lernen in die „Hand“ zu nehmen.

Leistungsbewertung

Wir halten neue Formen der Leistungsbewertung für unverzichtbar. Zensuren/Ziffernnoten verlieren wegen ihrer geringen Aussagekraft bzgl. der vielschichtigen Kompetenzen und der Entwicklung unserer SchülerInnen an Bedeutung. Individuelle Lernentwicklungsberichte und entsprechende Überprüfungen ergänzen oder ersetzen die traditionellen Formen der Leistungsbewertung. Die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler ist von großer Bedeutung, vergleichende Leistungsbewertung findet nicht statt.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Modellschule PRIMUS

Die PRIMUS Schule Minden ist eine von fünf PRIMUS-Schulen in NRW. In diesen Modellschulen werden moderne, vielfach erprobte und wissenschaftliche abgesicherte Neuerungen zu Unterricht und Schulleben eingeführt und weiterentwickelt. Unsere Schule wird unterstützt von der Universität Bremen.

Der pädagogische Referenzrahmen wird von den Schulpreisträgern der Schulverbundes „Blick über den Zaun“ vorgegeben. Die Erkenntnisse der naturwissenschaftlich motivierten Hirn- und Lernforschung bilden das Fundament des Schulversuchs.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Glück & Erfolg

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ (Afrikanisches Sprichwort)

Was wünschen wir unseren Kindern? Dass sie ein glückliches Leben führen! Dass sie in vielerlei Hinsicht erfolgreich sind!  Es wäre absurd, das vage Glück eines späteren Lebens gegen das Unglück des gegenwärtigen Lebens zu tauschen - Karriere, Familie, Erfolg gegen Lebensfreude, Freunde, Spiele, Sich-Entwickeln und das Kennenlernen der Welt.

Wir wollen, dass die uns anvertrauten Kinder glücklich sind! Dabei vergessen wir selbstverständlich nicht, dafür zu sorgen, dass diese Kinder möglichst gut auf ihre Zukunft vorbereitet sind, dass sie gegenwärtig und zukünftig erfolgreich sind.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Schulabschlüsse

  • An der PRIMUS – Schule in Minden kann jeder Schulabschluss im Regelschulsystem erreicht werden. Die späte Festlegung in Jahrgang 9 / 10 auf den Schulabschluss hat nur Vorteile.

  • Alle Schülerinnen können bis zu Beginn von Jahrgang 10 in den Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch, Chemie, Wahlpflicht zwischen E- und G- Kurs wechseln. (E-Kurs = eher akademisches Lernen, G-Kurs = Grundlagenlernen)

  • Wir kümmern uns intensiv um die Ausbildungsplanung unserer Schüler. Egal ob Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder Abitur. Wir helfen in den Beruf und ins Studium. Praktikums- und Ausbildungsplanung stehen neben akademischen Karrieren im Focus der Schuljahre 8 und 9.

  • Kein Kind ohne Abschluss. Das ist unser hochgestecktes Ziel!

  • Wussten Sie...

  • ... dass ca. 80 % der SchülerInnen, die an Gesamtschulen ihr Abitur ablegen, nach der Grundschule keine Gymnasialempfehlung hatten? (Beachten Sie die Gleichwertigkeit der Abiturprüfungen seit Einführung des Zentralabiturs!)

  • ... dass ca. 60 % der Grundschulempfehlungen, und damit der Abschlussprognosen, falsch sind? Dies ist übrigens nicht den Kollegien dieser Schulen zuzuschreiben, sondern einem wenig sinnhaften Auslesesystem.

  • ... dass 40 % der SchülerInnen, die an Gymnasien eingeschult werden, nicht bis zum Abitur kommen. Vier von 10 Schülern (alle mit Gymnasialempfehlung) werden aussortiert... 

Schulabschlüsse in Zahlen und Worten

 

Jede(r) Schüler(in) ist 10 Jahre schulpflichtig und bis zum 18. Lebensjahr berufsschulpflichtig. Folgende Abschlüsse können bei uns erreicht werden:

  1. Hauptschulabschluss nach 9

  2. Hauptschulabschluss nach 10

  3. Mittlere Reife - FOR (auch Fachoberschulreife, „Realschulabschluss)

  4. Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe – FORQ

  5. Fachabitur nach Jahrgang 12 (nur eine Fremdsprache nötig)

  6. Abitur nach Jahrgang 13

  7. Kein Kind der Jahrgänge 5-9 bleibt sitzen (außer Eltern & Schüler & Lehrer entscheiden sich aus pädagogischen  Gründen dafür). Unser Ziel ist ein vollständiger Verzicht auf das Sitzenbleiben. Es hat keinerlei Vorteile für das Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung. Nur Nachteile.

Hauptschulabschluss nach Jahrgang 10

Kein E-Kurs notwendig, alle Fächer Ø ausreichend.

Hauptfächer

Übrige Fächer

Fach

D

M

AL

NW

E

WP1

GL

ER

SP

 

4

4

4

4

4

4

4

4

4

 

5

4

4

4

4

4

4

4

4

 

5

4

4

4

5

4

4

4

4

 

4

4

4

4

5

4

5

4

4

Nachprüfung möglich

5

5

4!

4!

4

4!

4

4

4

Kein Abschluss

5

4

4

5

4

5

4

4

4

Mittlerer Schulabschluss / FOR nach Jahrgang 10

Zwei E-Kurse, alle Fächer Ø ausreichend, ein G-Kurs befriedigend

Hauptfächer

Übrige Fächer

Fach

D/E-Kurs

M/E-Kurs

E/G-Kurs

WP1

AL

CH/G-Kurs

PH

GL

ER

SP

 

4

4

3

4

4

3

4

3

3

4

Ausgleich

5

3

3

4

4

3

4

3

3

4

Ausgleich

4

4

3

4

5

3

4

4

3

2

 

4

4

3

4

5

4

4

3

3

4

Nachprüfung möglich

4

4

4

4!

4

3

4

3

4

4

Kein FOR

4

4

3

5

4

3

4

3

4

4

Zugang zur gymnasialen Oberstufe / FORQ nach Jahrgang 10

Mindestens drei E-Kurse, alle Fächer Ø befriedigend, ein G-Kurs gut

Hauptfächer

Übrige Fächer

Fach

D/E-Kurs

M/E-Kurs

E/G-Kurs

WP1

AL

CH/E-Kurs

PH

GL

ER

SP

 

3

3

2

3

3

3

3

3

3

3

Ausgleich

4

2

2

3

3

3

3

3

3

3

Ausgleich

3

3

2

3

5

3

3

3

2

2

 

3

3

2

3

5

4

4

3

3

4

Nachprüfung möglich

4

3

2

3!

3

3

3

3

3

3

Kein FORQ

4

4

3

5

4

3

4

3

4

4

Diese Informationen sind ohne Gewähr!!! Stand 4.5.2016

 

________________________________________________________________________________________________________________________

Das Stadtteilbildungszentrum – Übergänge optimieren

Der Übergang aus KiTa und Grundschule


Wenn Kinder in die PRIMUS - Schule  kommen, haben sie schon eine mehrjährige KiTa- und Schulbiographie im Gepäck. Sie haben Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten angelegt, Freunde gefunden und Probleme gelöst.
Zu häufig gehen viele dieser Kompetenzen beim Übergang in die weiterführende Schule verloren. Unser Ansinnen ist es deshalb, den Übergang von der KiTa in die Grundschule und von der Grundschule in die Stadtteilschule im Sinne eines Stadtteilbildungszentrums zu systematisieren. Wir wollen Einvernehmen bezüglich der methodischen, der sozialen und der inhaltlichen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen herstellen.

Mit der Gründung der PRIMUS – Schule wird das Problem einer zu frühen und häufig fehlerhaften Selektion nach der Grundschulzeit ausgeschlossen. Die Kinder gehen – ohne Selektion – in die weiterführende Schule über. Kinder aus anderen Schulen stoßen nach der vierten Klasse dazu. Auch ihre Schulabschluss steht erst nach Klasse 10 fest.

Übergang Grundschule - Sekundarschule

Die Kinder gehen – ohne Selektion – von der vierten in die fünfte Klasse über. Das hat viele Vorteile: Sie müssen sich nicht an ein neues Gebäude, neue MitschülerInnen und neue LehrerInnen gewöhnen, sondern bleiben in dem ihnen bekannten Umfeld und in ihrer Lerngruppe 4 - 6. Kinder aus anderen Schulen stoßen nach der vierten Klasse dazu. Auch ihr Schulabschluss steht erst nach Klasse 10 fest.

Der Übergang in die gymnasiale Oberstufe

Etwa 40% unsere Schüler erreichen die Zulassung zur gymnasialen Oberstufe. Wir kooperieren mit der Oberstufe der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Minden. Hier wird aktuell an einem tragfähigen Konzept gearbeitet, das die sehr gut funktionierende Oberstufe und die zentralen Aspekte unseres pädagogischen Konzeptes, etwa Schwerpunktklassen und individualisiertes Lernen, zusammenbringt.

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass ca. 80 % der SchülerInnen, die an Gesamtschulen ihr Abitur ablegen, nach der Grundschule keine Gymnasialempfehlung hatten? Und das trotz der Gleichwertigkeit der Abiturprüfungen seit Einführung des Zentralabiturs!
  • ... dass ca. 60 % der Grundschulempfehlungen, und damit der Abschlussprognosen, falsch sind? Dies ist übrigens nicht den Kollegien dieser Schulen zuzuschreiben, sondern einem wenig sinnhaften Auslesesystem.
  • ... dass 40 % der SchülerInnen, die an Gymnasien eingeschult werden, nicht bis zum Abitur kommen. Vier von 10 Schülern (alle mit Gymnasialempfehlung) werden aussortiert.

___________________________________________________________________________________________________________________________

 

Berufsorientierung

Wir kümmern uns intensiv um die Ausbildungsplanung unserer  Schülerinnen und Schüler. Egal ob Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder Abitur. Wir helfen in den Beruf und ins Studium. Praktikums- und Ausbildungsplanung stehen neben akademischen Karrieren im Fokus der Schuljahre 8 und 9. 

Schon frühzeitig beginnen wir zwischen Schülerinnen und Schülern und der Berufswelt Verknüpfungen herzustellen. Schon ab Jahrgang 5 können die Schülerinnen und Schüler freiwillig am Girls- und Boysday teilnehmen, der geschlechtsspezifische Rollenbilder aufbrechen möchte. Im Jahrgang 7 ist dieser Tag verpflichtend. Ab Jahrgang 8 sind die folgenden Programme für unsere Schülerinnen  Schüler vorgesehen.

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) 

Potentialanalyse

Berufsfelderkundung

Praxiskurse im Rahmen des Berufseinstiegsprogramm des Landes NRW

Kein Anschluss ohne Abschluss (KAOA)

Berufswahlparcour: Markt der Möglichkeiten

3-wöchiges Betriebspraktikum

Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ)

 

______________________________________________________________________________________________________________________________

Lernen in Schwerpunkten - „Jede Begabung zählt“

Deshalb haben die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, ihre ganz individuellen Lern-Schwerpunkte zu wählen. Die Schülerinnen und Schüler können wählen zwischen den Schwerpunkten „Englisch“, „Naturwissenschaften“, „Musik & Kunst“ und „Sport“.

Sie erhalten in ihrem Schwerpunkt mindestens zwei zusätzliche Stunden Unterricht pro Woche. Es gibt zahlreiche, weitere Lernangebote in Lernwerkstätten, im Wahlpflichtbereich und in Projektwochen.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Schwerpunkt Englisch - „Eine Weltsprache lernen“

... Gute Englischkenntnisse werden zukünftig mehr und mehr an Bedeutung gewinnen und eine wichtige Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt darstellen. Dieser wachsenden Bedeutung und den individuellen Interessen  der Schülerinnen und Schüler an der Fremdsprache wollen wir Rechnung tragen durch das Angebot eines Lernschwerpunktes Englisch pro Jahrgang.

Das pädagogische Konzept für diesen Schwerpunkt geht dabei Hand in Hand mit dem pädagogischen Grundkonzept unserer Schule und lässt sich in zwei Phasen einteilen:

Phase 1: Erweiterter Englischunterricht

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler neben den 4 regulären Englischstunden pro Woche (Kernunterricht) zwei Zusatzstunden Englisch. Diese Zusatzstunden: 

  • basieren auf den Kernunterrichtsstunden

  • sollen den Spracherwerb intensivieren

  • dienen der Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht in den Jahrgängen 7-10

  • berücksichtigen die Prinzipien des individuellen Lernens

  • sollen eine höhere Identifikation mit dem Fach ermöglichen

  • sollen die Schülerinnen und Schüler für den Fremdsprachenerwerb motivieren

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in diesen Stunden die Möglichkeit besondere Projekte nach Interessenslage zu planen und durchzuführen. Sie inszenieren kleinere Theaterstücke, Hörspiele und Modenshows, lesen englische Lektüren, arbeiten in Gedichtwerkstätten und an Fotostories, pflegen englischsprachigen Brief- bzw. Emailkontakt, befassen sich mit landeskundlichen Themen (z.B. Christmas, Australia) und vieles mehr. Dieser Aktivitätenkatalog ist je nach Interessenslage der Schülerinnen und Schüler ausbaufähig.

Phase 2: Bilingualer Unterricht

(CLIL – Content and Language Integrated Learning)

Ab der 7. Klasse beginnt die 2. Phase im Fach Gesellschaftslehre (Geschichte, Geographie und Sozialwissenschaften), das modular bilingual unterrichtet wird.

Das Grundprinzip des bilingualen Unterrichts ist die Integration von Fremdsprache und Sachfach, verknüpft also Sachfach- und Sprachlernen, was heute häufig mit CLIL betitelt wird. Englisch wird zur Arbeitssprache im Unterricht, wodurch der Umgang mit der Fremdsprache mehr und mehr zu einer Selbstverständlichkeit werden soll. Die Schülerinnen und Schüler erwerben so ein umfangreiches Fachvokabular zu verschiedenen Sachgebieten. Nichtsdestotrotz kann es immer wieder zu muttersprachlichen Phasen im Unterricht kommen, die thematisch-inhaltlich bedingt sein können. 

Ein wichtiges Ziel des integrierten Fremdsprachen- und Sachfachlernen (CLIL) ist es, die Schülerinnen und Schüler auf komplexe fremdsprachliche Situationen in Alltag und Berufswelt vorzubereiten und sie so zu angenäherter Zweisprachigkeit zu befähigen. 

Als wesentlicher Bestandteil der Ausbildung in Englisch wurde die Kooperation mit einer international tätigen Firma angebahnt, die den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der englischen Sprache in der Praxis näher bringen soll und die Einblicke in die Berufswelt ermöglichen wird.

Alle zwei Jahre bieten wir eine jahrgangsübergreifende Fahrt nach Großbritannien an. Diese Studienreise soll unseren Schülern eine unmittelbare Begegnung mit der bristischen Kultur und der Sprache ermöglichen und die Motivation fürs Fremdsprachenlernen fördern. 

Als zukünftiges Ziel möchten wir die „neuen Medien“ stärker einbinden und über gemeinsame Projekte mit internationalen Schulen Kontakte initiieren, die zu einer dauerhaften Schulpartnerschaft mit einem Schüleraustausch führen.

____________________________________________________________________________________________________________________________

Schwerpunkt Naturwissenschaften - „Kleine Forscher“

... Der Forscherschwerpunkt ist der jüngste Schwerpunkt an unserer Schule. In diesem Bereich verbinden wir naturwissenschaftliche Fächer mit Technik und Gesellschaftslehre.

Wer?  Wie?  Was?  Wieso?  Weshalb?  Warum?

Kinder sind von Natur aus neugierig und gewillt selbst zu forschen. Der kindliche Forscherdrang soll erhalten bzw. neu geweckt werden. Im Schwerpunkt Forschung bieten wir eine frühe Ausbildung im experimentellen Lernen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen zu Beginn des 5. Schuljahres eine Grundausbildung in Laborarbeit und im Protokollführen.

Weiterhin erlernen sie gezielte Projektarbeit. Mit diesen Grundkenntnissen nehmen die Schüler an verschiedenen Wettbewerben teil.

 

·         Jugend forscht / Schüler experimentieren

·         Echt Kuh`l

·         BundesUmweltWettbewerb

·         …

Durch Nachforschen, selbstständiges Experimentieren, Beobachten, Sammeln und Ordnen, Bauen von Modellen und schließlich durch Aufstellen und Überprüfen von Hypothesen sowie Diskussion und Präsentation der Ergebnisse soll aus der Neugier im Laufe der Arbeit in der Forscherklasse fundiertes Wissen werden.

 

Zusätzliche Zeit für die Forschung: (neben den regulären NW- und GL-Stunden)

Jahrgang 5 - 7          2 Extra Stunden Forschung

Jahrgang 6 -10:        WP – NW (2 Wochenstunden)

Jahrgang 8 – 10:      unterschiedliche Wahlkurse NW (je 3Wochenstunden)

______________________________________________________________________________________________________________________________

Schwerpunkt Musik & Kunst

„Jedem Kind ein Instrument, Tanz und Sprache“

... In den musisch-kreativen Schwerpunkten wollen wir Interessen wecken und Talente fördern. Dies geschieht im musikalischen Bereich wöchentlich durch eine zusätzliche Musikstunde, die für das obligatorische Erlernen eines Instrumentes genutzt wird. Ebenso gibt es für den künstlerischen Bereich eine zusätzliche Unterrichtsstunde, die zur Vertiefung der künstlerischen Neigungen genutzt wird. In Zusammenarbeit mit Instrumentallehrern der Musikschule Minden erhalten die Schülerinnen und Schüler einen wöchentlichen Unterricht am Instrument ihrer Wahl. 

Zur Wahl stehen derzeit folgende Instrumente

  • Gitarre

  • Klavier

  • Keyboard

  • Geige

  • Trompete

  • Saxophon

  • Klarinette

  • Querflöte

  • Schlagzeug

  • Schulorchester

  • Big Band

  • Rockbands

  • Chor

  • Gesellschaftstanz 

Daneben gehören Gesang, Tanz und schauspielerische Elemente ebenso zur Ausbildung wie der bildnerische Bereich. Offene Werkstätten dienen zudem der Ergänzung und Vertiefung des Erlernten. Hier können die Schüler folgende Angebote wahrnehmen:

Regelmäßig stattfindende Aufführungen und Ausstellungen, die Teilnahme an musikalischen Wettbewerben sowie die künstlerische Mitgestaltung schulischer und öffentlicher Veranstaltungen eröffnen den Schülerinnen und Schülern Ziele außerhalb des Unterrichts. Sie motivieren sie in ihrer künstlerisch-kreativen Entwicklung und führen zu wichtigen Erfolgserlebnissen.

____________________________________________________________________________________________________________________________

Kulturstrolche - „Vor und hinter den Kulissen“

Kein Museumskeller, keine Theatergarderobe, kein geheimes Bibliotheksarchiv ist vor uns sicher. Die Kulturstrolche sind überall. Wir schaffen in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Minden Begegnungen zwischen Kindern und Kultur und dies ein ganzes Schulleben lang. Kulturinstitutionen und Künstler öffnen ihre Tore und laden uns als Kulturstrolche ein, auch einmal hinter die Kulissen zu blicken.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Schwerpunkt Sport - „Vom Sportler zum Trainer"

... Die Kinder im Schwerpunkt Sport haben in den Jahrgängen 5,6,7 sechs Stunden Sportunterricht in der Woche. In den Jahrgängen 8,9 und 10 gibt es zwei Sportstunden und das Wahlangebot Leistungssport.

Alle Kinder sollen über das bloße Bewegen hinaus vielfältige motorische, kognitive, soziale, methodische Kompetenzen erlangen. Hierbei helfen uns qualifizierte Trainer und Pädagogen aus verschiedenen Vereinen, dem Jugendhaus "Alte Schmiede" – und natürlich engagierte Eltern.

Die Kinder wählen aus dem Angebot, den so genannten geschlossenen Lernwerkstätten, die nur für Kinder aus dem Schwerpunkt geöffnet sind. Für die Kinder der anderen Schwerpunkte gibt es ebenfalls zahlreiche Angebote, die offenen Lernwerkstätten, an denen jedes Kind teilnehmen kann.

Es uns wichtig, dass die Kinder hier zu sehr guten Leistungen motiviert und gefördert werden, zentral ist jedoch, dass jedes Kind am sportlichen Angebot teilnehmen kann und im Rahmen seiner Möglichkeiten gefördert wird. Kinder sollen über die Schule ihre Heimat in einem Verein finden. Die Integration von Kindern aus dem Stadtteil in Schule und Verein bzw. aus Schule und Verein in den Stadtteil spielt hier eine zentrale Rolle.

Unsere Lernwerkstätten im Einzelnen:

Volleyball                        

Tanzen

Yoga

Fußball für Mädchen

Tennis

Fitness für Mädchen

Fußball für Jungen

Kanu

Anspannen und Entspannen

Handball

Rudern

Leichtathletik

Projektwochen:

Triathlon               

Tauchen

Suchtprävention

Mountainbiking

SaltoMortale

 

Orientierungslauf

Ernährung

 

 Klassenfahrten mit sportlichem Schwerpunkt

Kanufahren am Sorpesee

Ski- und Snowboardkurs in Österreich

… und sonst noch

Trainingslager Volleyball

Schulmannschaften

Vereinmannschaften aus der Schule heraus

Bau einer Beachvolleyballanlage

Bau einer Kletterwand

SchülerSportHelfer Ausbildung in Jahrgang 8

Handball Trainerausbildung C-Lizenz in Jahrgang 8 und 9

Teilnahme an Meisterschaften und Turnieren

Unsere Kooperationspartner sind:

Tuspo Meißen

SV Weser Leteln

 

Jugendhaus Alte Schmiede

KSG Minden

 

GWD Minden

Eintracht Minden

___________________________________________________________________________________________________________

Individualisierter Unterricht - „Lernen selbst steuern“

„Erzähle mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass es mich tun, und ich verstehe.“ (Konfuzius)

 

Eigenverantwortliches Lernen

Eigenverantwortliches Lernen, liegt uns besonders am Herzen!!! Schüler müssen die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Nur dann werden sie erfolgreich sein. Dies kann nur gelingen, wenn Schüler erkennen können, was sie warum lernen sollen. Schüler müssen hierzu in den Entscheidungsprozess über Lerninhalte und –wege einbezogen werden. Darüber hinaus müssen Kinder die Gelegenheit erhalten, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich in Bereiche, die sie besonders interessieren, hinein zu vertiefen. Selbstverständlich geschieht dies im Rahmen der für die Schulen des Landes NRW gültigen Richtlinien.

Individuelles Lernen

In einer Klasse wird es einleuchtender Weise niemals zwei Kinder geben, die exakt auf demselben Lernstand sind. Wie abwegig erscheint es dann, im Frontalunterricht alle Kinder im Gleichschritt zu behandeln. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Unterrichtsformen gefunden werden müssen, die das einzelne Kind dort abholen, wo es steht. Deshalb öffnen wir unseren Unterricht für die Selbsttätigkeit der Kinder.

Begabungsförderung

Kinder, die erfolgreich sein wollen, benötigen unbedingtes Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten. Die Sicherheit, die eigene Zukunft bewältigen zu können, ist Grundlage eines tragfähigen Lebensentwurfs. Viele Kinder können viel, was annähernd nie in der Schule zum Thema wird. Viele Kinder werden selten mit Anerkennung, häufig aber mit negativen Rückmeldungen über sich konfrontiert. Die KTG Stadtteilschule in Dankersen  will hier einen eindeutig anderen Weg gehen. Unsere Schüler sollen ihre Stärken entdecken und entwickeln, sich selbstbewusst ins Bild setzen lernen. Jeder Schüler der KTG Stadtteilschule kann viele seiner Lerninhalte selbst bestimmen. Er erhält wöchentlich und zu besonderen Anlässen die Gelegenheit, die Produkte seines Lernens zu präsentieren.

Öffnung von Unterricht

Die Primus Schule Dankersen  hat sich auf den Weg gemacht, den Unterricht zu öffnen. Der dozierende Lehrer ist Vergangenheit. Dem Schüler muss in vielfältiger Weise die Gelegenheit gegeben werden, selbst zu entscheiden, was er wann wie lernen sollte. Den Schülern werden mittels Selbstdiagnosetests ihre individuellen Stärken und  Defizite verdeutlicht. Mithilfe von geeigneten Materialien, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Zugangsmöglichkeiten beinhalten, haben sie dann die Gelegenheit, diese Stärken auszubauen und Defizite auszugleichen. Wochenarbeitspläne, Freiarbeitsmaterialien, Portfolios und einiges mehr werden kontinuierlich im Unterricht eingesetzt. Zentraler Vorteil dieser Arbeitsformen ist, dass der Lehrer, der nicht vom Vortrag an die Tafel gebunden ist, sich frei im Klassenraum bewegen kann, um einzelnen Schüler Anregungen und Hilfen zu geben. Der Lehrer versteht sich als Initiator und Helfer. Selbstverständlich finden auch weiter, an geeigneter Stelle Unterrichtsgespräche und Lehrervorträge statt.

Offener Eingang

Jedes Kind kann um 7.45 Uhr in die Schule kommen. Dann sind Lehrer da, die sich gemeinsam mit den Kindern auf den Tag einstimmen. Der Unterricht beginnt für alle um 8.00 Uhr.

Mathematik Förderkonzept

Der Unterricht im Fach Mathematik ist prinzipiell in allen Jahrgängen so angelegt, dass alle Schüler selbstverantwortlich und hoch individualisiert lernen und üben. Dies geschieht mit geeigneten Freiarbeitsmaterialien (Wochenpläne, Freiarbeitsordner etc.). Das selbstverantwortliche Lernen und Üben der Schüler wird unterstützt durch geeignete Selbstdiagnosetests (mindestens 2 pro Unterrichtsreihe), die allen Schülern helfen, den eigenen Lernbedarf zu ermitteln. Durch diese Arbeitsweise entsteht für den Fachlehrer großer Freiraum, in dem er sich um einzelne kümmert. Durchgängig werden in den Unterricht Fördergruppen (für schwache Schüler) und Fordergruppen (für starke und mittlere Schüler) integriert. Ausdrücklich wird jedes Niveau konsequent gefördert. Eine Leistungsbewertung findet ohne Noten mit Hilfe von Lernzertifikaten statt. Diese geben dezidiert Auskunft über die Leistungen der Schüler. Nach jeder Unterrichtsreihe erhalten die Schüler ein Lernzertifikat. Die Schüler haben in der Regel vier Unterrichtsstunden Mathematik. Hiervon ist eine Stunde doppelt besetzt. Die Doppelbesetzung ist in der doppelbesetzten Stunde immer im Unterricht anwesend! Die Fachkollegen sprechen bzgl. der Unterrichtsinhalte eng ab. Es wird deshalb angestrebt, dass beide Kollegen in einem Jahrgangsteam oder zumindest in einem Jahrgangsfachteam arbeiten. Der Unterricht folgt immer der aktuellen Unterrichtsreihe. Es gibt keinen abgekoppelten Förderunterricht! Während des Unterrichts werden Defizite nicht losgelöst vom aktuellen Thema aufgearbeitet. Vielmehr werden Defizite, die sich am aktuellen Lerninhalt offenbaren, an dieser Stelle ausgeglichen. (Beispiel: Es findet in der Unterrichtsreihe Bruchrechnen kein Förderunterricht „schriftliches Addieren“ statt, außer, die Unterrichtsreihe erfordert dies.)

Förderunterricht bedeutet immer auch Forderunterricht. Es sollen sowohl Defizite auf unterem Niveau aufgearbeitet werden, als auch Anregungen für stärkere Schüler gegeben werden. Förder- und Forderunterricht halten sich die Waage. Auf keinen Fall wird das Lernen im Fach Mathematik „ausgelagert“. Hausaufgaben und Nachhilfeunterricht sind nicht erwünscht.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Gruppenzeit

An jedem Tag gibt es eine Gruppenzeit. Hier wird das Lernen geplant und das Logbuch geführt. Es ist Zeit für die Beschäftigung mit tagesaktuellen Geschehnissen aus Politik, Kultur und Wissenschaft.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Trainingszeit (TZ)

  • Die SuS erarbeiten sich weitestgehend selbstständig und in ihrem individuellen Arbeitstempo ein Basiswissen im mathematischen und sprachlichen Bereich

  • Zum Abschluss einer Lerneinheit wird ein Leistungsnachweis erbracht. 

  • Die SuS sollen möglichst an ihren Leistungsgrenzen arbeiten. Die Lehrkraft unterstützt beratend hinsichtlich des zeitlichen und inhaltlichen Arbeitens. 

Jahrgänge 1 - 3

 

Die Trainingszeit findet häufig in der ersten Lerneinheit (1.+2. Stunde) statt. In der Trainingszeit können wir der Individualität jedes einzelnen Kindes am ehesten gerecht werden. Die Kinder können mitentscheiden, in welchem Unterrichtsfach und in welchen Materialen/Heften sie weiterarbeiten wollen. So können Neigungen und Interessen berücksichtigt werden. Die Trainingszeit beginnt mit einem Sitzkreis. Jedes Kind benennt dabei kurz, welche Aufgaben es heute erledigen oder fortsetzen möchte. Daran schließt sich die eigentlich Arbeitsphase an. Zum Abschluss kommen noch einmal alle SchülerInnen einer Lerngruppe im Sitzkreis zusammen und jedes Kind hat die Chance, seine Ergebnisse und Entdeckungen aus der Arbeitsphase seinen MitschülerInnen vorzustellen.

Treten kleinere Verständnisprobleme auf, helfen sich die SchülerInnen  gegenseitig. Das Helferprinzip wird mit den Kinder trainiert: Wie helfe ich richtig?! Was ist der Unterschied zwischen etwas vorsagen oder helfen? Durch das selbstständige Arbeiten haben die Lehrerkräfte mehr Zeit, Themen in Kleingruppen intensiver zu besprechen und so gezielter Fragen der Kinder zu beantworten.

 

Jahrgänge 5, 6 und 7

 

In der Trainingszeit lernen und üben die Schüler an individuellen Lernplänen. Hier gilt es für die Schüler in zur Zeit sechs Stunden pro Woche zu entscheiden, ob das Lernen und Üben in Deutsch, Englisch oder Mathematik notwendig und sinnvoll ist. Die Klassenlehrer achten auf eine akzeptable Verteilung der Trainingszeiten. Die Fachlehrer richten in den Trainingszeiten Fördertische für Schüler mit Nachfragen und Fordertische zur Unterstützung leistungsstarker Schüler ein. Die Trainingszeit verläuft überwiegend im Silentiummodus.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Projektunterricht - „Die Welt ist ein Ganzes“

... Zentrale Faktoren für nachhaltiges Lernen sind die Bedeutsamkeit des Inhalts für den Lernenden, die emotionale Aktivierung des Lernenden, Erfolgserlebnisse und die Selbststeuerung des eigenen Lernens - oder auch - die Wahl zu haben. Wie kann es gelingen, diese Bedingungen zu schaffen?

Formen von selbstgesteuertem Lernen und selbstständigem Arbeiten können nur in veränderter Unterrichts- und Lernorganisation gelingen. Individuelles Lernen braucht anspruchsvolle Aufgaben und Problemstellungen, lernprozessorientierte Zeitstrukturen und die Möglichkeit zur weitgehenden Steuerung der Arbeitsprozesse durch die Schülerinnen und Schüler. Die verhängnisvolle Teilung des „In-Fächern-Lernens“ soll zu Gunsten eines ganzheitlichen Lernens überwunden werden. Schüler müssen demnach bezogen auf Inhalte, Methoden, zeitliche Abläufe und soziale Gefüge einbezogen werden. Deshalb haben wir Unterrichtsformen erdacht oder abgeschaut, die dies ermöglichen.

 

„Erzähle mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass‘ es mich tun, und ich verstehe.“ (Konfuzius)

 

Im Projektunterricht lernen Kinder projektorientiert. Kompetenzen aus verschiedenen Fächern werden hier zu einem systematischen Ganzen. Das Produkt gibt die Notwendigkeit vor, Inhalte zu lernen und Kompetenzen zu erlangen.

 

Der Lehrer schlägt unterschiedliche Projekte vor, aus denen die Schüler wählen können. Die Projekt haben unterschiedliche Schwerpunkte und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Jeder Schüler kann, im Rahmen der vorher festgelegten Unterrichtsreihe, sein Projekt wählen. Es ist auch möglich, ein eigenes Projekt zu definieren. In jedem Fall bespricht der begleitende Lehrer mit jedem Schüler die Wahl des Projektes bezogen auf die Passung des Anspruchsniveaus.

________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Werkstätten des Lernens

 

In den Werkstätten des Lernens können unsere Schülerinnen und Schüler wählen zwischen Lernfeldern aus Musik, Kunst, Sport, Technik, Hauswirtschaft, Religion und Informatik. Jeder Teilbereich des Lernens muss dabei mindestens einmal erprobt werden.

______________________________________________________________________________________________________________________________

 

Wahlpflicht (WP)

 

Der Wahlpflichtunterricht findet verbindlich ab Klasse 6 statt. Unterrichtet wird in den Fächern Darstellen & Gestalten, Französisch, Naturwissenschaften, Technik und Hauswirtschaft. WP gilt als Hauptfach und ist abschlussrelevant.

______________________________________________________________________________________________________________________________

 

Eigenverantwortliches Lernen (EVA)

 

Ab der Klasse 4 haben alle Schülerinnen und Schüler in einer Stunde pro Woche die Chance, gemeinsam mit ihren Klassenlehrern das Lernen zu planen und Probleme und Fragen zu klären.

______________________________________________________________________________________________________________________________

 

Projektwochen

 

„Lernen, was man immer schon einmal lernen wollte!“ Diese Chance haben unsere Schülerinnen und Schüler besonders in den Projektwochen unserer Schule. Es gibt Projektwochen mit sehr individuellen Projekten wie Theater, Waldspiele, Musizieren, Basteln & Backen, Sprachen lernen und Sport.

 

Andere Projektwochen sind thematisch festgelegt auf Fragen der Ernährung, Gefahren von Süchten und Sexualerziehung. In den Projektwochen liegen in der Regel auch die Klassenfahrten.

___________________________________________________________________________________________________________________________________________

Jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL) 1-3

Ziele der Jahrgangsmischung

  •   Jedes Kind soll individuell, seinem Lerntempo und Leistungsvermögen entsprechend lernen.

  •   SchülerInnen sollen nicht in ihrem Voranschreiten gebremst werden, weil andere Kinder im gleichen Jahrgang noch nicht so weit sind. 

  •   Andererseits sollen die SchülerInnen aber auch nicht den Druck verspüren, in genau dem gleichen Arbeitstempo voran kommen zu müssen.

  •   Diesen Druck auf der einen Seite, aber auch die eventuell auftretende Langeweile auf der anderen Seite, wollen wir durch unter Konzept entgegenwirken.

  •   Die Kinder sollen Zeit haben, das Gelernte zu verinnerlichen und in ihrem Tempo weiterarbeiten zu können.

  •   Durch dieses Konzept versuchen wir jedes Kind dort abzuholen, wo es gerade steht.

Lerngruppen

  • Statt "Klasse" sagen wir "Lerngruppe", weil es bei uns keine erste, zweite und dritte Klasse gibt, sondern Kinder aus den Jahrgängen 1, 2 und 3 gemeinsam in einer festen Gruppe lernen.

  • Eine Lerngruppe besteht immer aus jeweils 6 - 9 Kindern pro Jahrgang.

  • Die maximale Lerngruppengröße liegt bei 25 Kindern.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Feste 

Kinder und Jugendliche leisten viel. In der Schule und außerhalb der Schule. Diese Leistungen müssen anerkannt werden, wenn Kinder und Jugendliche selbstbewusst ihre Zukunft gestalten sollen. Im Zentrum unserer Schule steht deshalb das Fest. Hier kann jedes Kind Ergebnisse seines Lernens und Arbeitens präsentieren. Es finden in jedem Jahr mindestens zwei große Feste, das Frühlingsfest und der Tag der offenen Tür, statt. Hinzu kommt das Open Air Festival. 

Wochenplenum

Ein Wochenplenum findet in jeder Woche statt. In den letzten beiden Stunden am Freitag trifft sich der gesamte Jahrgang zum Plenum. Hier werden Anliegen der Schüler oder auch der Lehrer besprochen. Kinder zeigen, was sie in der Woche im Unterricht erarbeitet haben. Jedes Plenum beginnt mit einem Jingle und endet mit einem gemeinsamen Lied.

 

Plenum 

Das Plenum findet regelmäßig  statt. In zwei Stunden in der Woche treffen sich die Schülerinnen und Schüler eines oder mehrerer Jahrgänge. Es werden Anliegen der Schülerinnen und Schüler oder auch der Lehrer besprochen, Kinder zeigen, was sie in der Woche im Unterricht erarbeitet haben. Jedes Plenum beginnt mit einem Jingle und endet mit einem gemeinsamen Lied. 

______________________________________________________________________________________________________________________________

Zusammenarbeit mit Kindergärten

Die PRIMUS-Schule arbeitet mit sechs Kindergärten aus ihrem Einzugsgebiet zusammen. Es findet ein regelmäßiger Dialog zur Erkundung der Besonderheiten der verschiedenen Einrichtungen statt. Die künftigen Schulanfänger erhalten im letzten Jahr vor der Einschulung vielseitige Möglichkeiten zur Vorbereitung auf den Übergang. Dazu gehören u.a. die Erkundung der Schulgebäude und die Teilnahme am Unterricht. Es finden gemeinsame Vortragsveranstaltungen für Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräfte statt. Zu besonderen Veranstaltungen wie Sportfest oder Schulfest werden Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Lehrerinnen der anderen Einrichtungen eingeladen.  Wir unterstützen aktiv eine Vernetzung verschiedener Einrichtungen: Kindertagesstätten, Schulen, Jugendamt, Jugendärztlicher Dienst des Gesundheitsamtes, Kirchengemeinden, Vereine und Verbände.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Schulsozialarbeit

... Damit Kinder und Jugendliche ein gesundes, förderliches Lernumfeld erhalten, sich wohlfühlen und Spaß an der Schule haben, bietet die Schulsozialarbeit Unterstützung für SchülerInnen und Eltern an.

Unsere Angebote an euch und an Sie:

  • ein offenes Ohr für Fragen, Anregungen und Probleme, z.B. während des Elterncafés

  • freiwillige und vertrauliche Beratung zu persönlichen oder schulischen Themen

  • weiterführende Informationen über Beratungsstellen

  • Nutzung des Bildung- und Teilhabepakets für zusätzliche Lernförderung und für die Übernahme von Kosten bei Schulausflügen

  • andere weiterführende Hilfen

Wir helfen euch und Ihnen gerne weiter!

 

Unsere Kontaktdaten:

 

Vera Nienhuisen-Hanke

Telefon: 0571 / 97204122

Email v.nienhuisen-hanke@minden.de

Kerstin Trawny

Telefon: 0571 / 97208828 o. 0176 / 61869379

Email k.trawny@minden.de

_______________________________________________________________________________________________________________________________

Schulhunde

Ein Schulhund ist ein speziell für dieses Umfeld ausgesuchter Hund, der zur Unterstützung pädagogischer Prozesse aktiv und regelmäßig von Pädagogen, in den Unterricht integriert wird.“

Wer Kinder beobachtet, erkennt schnell, dass sie frei und unbeschwert auf Tiere zu gehen. Der Zugang ist häufig spontan und mit hoher Motivation belegt. Anderseits gibt es Kinder, die Ängste vor großen, freilaufenden Hunden entwickelt haben und unsicher im Umgang mit Hunden sind. Verhaltensregeln werden von den Kindern in der Schule erlernt und können auf andere Situationen übertragen werden.

Die Aufgaben von Hunden in der Schule unterscheiden sich erheblich. Die einen Hunde sind in der Hauptsache anwesend, werden mit Wasser und Futter versorgt, „Gassi“ geführt, gelegentlich beobachtet und natürlich gestreichelt. Jedoch sollte nicht unterschätzt werden, dass die Anwesenheit eines Hundes zur Verbesserung des Lernklimas beiträgt und das Einhalten von Regeln leichter macht. Die Kinder lernen, sich in den Hund hineinzuversetzen, entwickeln Empathie und sind eher bereit Rücksicht zu nehmen. Und er stärkt auch das Selbstwertgefühl jedes Kindes, denn die Kinder sind stolz darauf, die besondere Situation mit einem Hund im Klassenraum bzw. in der Schule zu erleben. Viele Schüler gehen einfach lieber zur Schule, wenn es einen Schulhund gibt.

Hunde kommen auch als Besuchshunde zu uns in die Schule. In den Klassen gibt es ein Belohnungssystem für die Einhaltung von Regeln, wie das Beachten von Gesprächsregeln oder die Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz. Ist die Klasse in der Woche erfolgreich gewesen, kommt zur Belohnung der Hund in die Klassenlehrerstunde am Freitagnachmittag. Dies sind auch Einstiegstunden für die Hunde. Ein Hund muss die Gelegenheit zur Eingewöhnung haben und die Besitzer müssen sehr genau beobachten, ob der Hund trotz guter Voraussetzungen auch tatsächlich für das Schulleben geeignet ist.

Außerdem werden bei uns an der Schule Projektwochen oder –tage zum Thema Mensch und Tier oder zur Verkehrserziehung durchgeführt. Im Rahmen dieser Projekte helfen die Hunde den Kindern, Situationen besser einschätzen zu lernen. Sie fördern die Beobachtungsgabe der Kinder und ihre Kommunikations-fähigkeit.

Hunde kommen aber auch bei der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern zum Einsatz. Dazu einige Beispiele (alle Namen geändert):

Karl ist ein Schüler der 5. Klasse mit ADHS. Ihm fällt es schwer sich zurückzunehmen und ruhig den Schülern und Lehrern zu zuhören. Alle Klassen des Jahrgangs werden für einen wichtigen Vortrag – die WPI-Wahl – in den Musikraum gebeten. Auf engem Raum muss Karl ca. 30 Minuten den berichtenden Schülern und Lehrern folgen. Karl sitzt neben einem Schulhund, streichelt diesen beiläufig und ist die ganze Zeit über ruhig und konzentriert.

Peter ist ein Schüler mit schwieriger Kindheit. Er ist sehr zurückhaltend und es fällt ihm schwer (Blick-) Kontakt zum Klassenlehrer aufzunehmen bzw. aufzubauen. Peter wird oft mit der Versorgung des Schulhundes betreut. Über die Aufgabe den Hund zu füttern, mit ihm Gassi zu gehen, kommen die beiden ins Gespräch. Peter fasst mehr Vertrauen.

Sofie erzählt in der Pause dem Klassenhund ein „Geheimnis“. Als die Lehrkraft dazu kommt, hat das Mädchen den Mut gefasst, sich auch der Klassenlehrerin anzuvertrauen, die daraufhin die Eltern, die Beratungskraft, das Jugendamt,… informiert.

Simon ist Schulverweigerer und hat oft Probleme sich für die Aufgaben im Unterricht zu motivieren. Wenn Simon weiß, dass der Klassenhund am Freitag kommt, freut er sich auf die Schule und äußert dies auch.

Nele erklärt: „Wenn Fiete im Religionsunterricht dabei ist, wird es richtig gemütlich. Wir sitzen im Kreis und Fiete legt sich neben ein Kind. Wir können ihn streicheln und er legt den Kopf auf unseren Schoß. Da wird es sehr gemütlich, fast wie in der Familie. Wir können dann auch über sehr persönliche Themen sprechen.“

Grundvoraussetzungen beim Schulhund

Nicht jeder Hund eignet sich für den Einsatz in der tiergestützten Pädagogik. Er darf kein Störfaktor in der Schule sein und die Aufmerksamkeit des Lehrers nicht vom eigentlichen Unterrichtsgeschehen ablenken. Es gibt aber keine bestimmte Rasse, der ein Schulhund vorzugsweise angehören sollte. Grundvoraussetzung bei uns ist der Besuch einer Hundeschule, um den Grundgehorsam auszubilden. Der Hund muss dann die Möglichkeit haben, sich an das schulische Umfeld zu gewöhnen. Dazu gehört auch das Wohlbefinden des Hundes im Auge zu behalten. Die Hunde dürfen nicht überfordert werden. Zunächst kommen die Schulhunde oft nur einmal die Woche für einen eng begrenzten Zeitraum in die Schule. Dann wird der Aufenthalt auf nicht länger als zwei Stunden pro Tag erweitert. Der Hund muss dann die Möglichkeit zu Ruhepausen haben. Weiterführend schließen unsere Schulhunde und ihre Halter eine Begleithundeprüfung ab.

Wichtig ist, dass der Hund

... sich am Menschen orientiert.

... über einen guten Grundgehorsam verfügt.

... ein ruhiges Wesen hat.

... keine aggressive Ausstrahlung besitzt.

... verträglich mit Kindern ist.

... nicht außergewöhnlich geräuschempfindlich oder ängstlich ist.

... keinen Herdentrieb hat.

... sich vom Hundehalter alles gefallen lässt (z.B. Maul öffnen).

... nicht bellfreudig ist.

Der Einsatz von mehreren Hunden an unsere Schule halten wir für eine ausgesprochene Bereicherung des Konzepts. Es verdeutlicht den Kindern, die Unterschiedlichkeit von Lebewesen. Auch wenn alle Hunde die Grundvoraussetzungen erfüllen, sind sie in ihrer Ausprägung recht unterschiedlich. Der ruhige, zurück-haltende Mischlingsrüde „Benni“, der auch mal weggeht, weil er seine Ruhe möchte und nicht jedem gleich vertraut. Die quirlige kleine „Greta“, die sich bei jeder Gelegenheit auf den Rücken schmeißt, um sich den Bauch kraulen zu lassen. „Theo“, ein Labrador, der mit den Kindern auf dem Schulhof Basketball spielt. „Loni“, unsere alte Retriever Dame, die sich über den Spaziergang in der Mittagspause freut. Den Umgang mit den unterschiedlichen Ansprüchen der Hunde lernen die Kinder auch auf Mitschüler zu übertragen. So ist es kein Zufall, dass unser Neuzugang „Malou“ von den Kinder als ADHS-Hund bezeichnet wird, weil es ihr noch schwer fällt, die Ruhe zu bewahren und sie die Umgebung noch aufregend findet und überall herum schnüffelt. Die Kinder nehmen regen Anteil an den Befindlichkeiten der Schulhunde. Benni humpelte nach einem Tierarztbesuch mit Socke durch die Schule und die Kinder zeigten große Empathie, was denn los ist und ob es dem Hund bald besser geht. Mit dem Thema „Tod – Abschied nehmen“ haben sich unsere SchülerInnen auch auseinandersetzen müssen, da „Loni“ und „Theo“ leider nicht mehr bei uns sind.

Grundvoraussetzungen beim Menschen

Der Hund ist ein soziales Rudelwesen und lebt in der Regel in einem familiären Kontext. Die Lehrkraft, die einen Schulhund für die pädagogische Arbeit nutzen möchte, arbeitet mit einem Familienmitglied. Dieses Tier beeinflusst das gesamte private Umfeld der pädagogischen Kraft. Der Hund ist im Gegensatz zu Büchern und Computern rund um die Uhr vorhanden und verschwindet nicht nach Feierabend im Schrank. Alle Belastungen, die die Haltung eines Hundes mit sich bringt, trägt die Lehrkraft.

Neben ihrer pädagogischen Ausbildung besitzt die Lehrkraft Basiswissen über das Lebewesen Hund, versteht das Ausdrucksverhalten von Hunden und hat Kenntnisse über die Theorie und Praxis der Hundeausbildung – insbesondere über intelligentes Lernen auf der Basis von Achtsamkeit und Respekt, über Motivationslernen und Lernen durch positiver Bestärkung. Dies ist übrigens ein Teil unseres pädagogischen Leitbildes der Schule und gilt ebenso für die Schüler.

Die Lehrkraft versorgt den Hund adäquat und trägt die Verantwortung für die medizinische Gesunderhaltung des Hundes. Auch wenn ein Schulhund das Gesundheitsrisiko für die Kinder nachweislich nicht erhöht, muss gewährleistet sein, dass der Hund regelmäßig vom Tierarzt untersucht wird. Er erhält alle Impfungen in den vorgeschriebenen Intervallen und bekommt vierteljährig eine Wurmkur. Ebenso werden Parasiten unmittelbar entfernt und es findet eine Prophylaxe gegen solche Parasiten statt. Das Tier ist über den Halter Haftpflicht versichert.

Grundvoraussetzungen in der Schule

Eine Bedingung für Schulhunde ist das langsame Heranführen der Hunde an ihre Aufgabe. Der Hund muss die Möglichkeit haben die Schule zunächst ohne Kinder kennenzulernen, um sich an die ungewöhnlichen Gerüche zu gewöhnen. Dann sind die Besuche zeitlich eingegrenzt, um dem Hund immer wieder Ruhepausen zu gönnen. Später kann der Hund den gesamten Schulalltag begleiten, da er gelernt hat sich im Unterrichtsgeschehen zu entspannen. Für die Schulklasse ist es immer ein Erfolg, wenn der Hund im Laufe des Unterrichts seinen Platz gesucht hat und leise Schlafgeräusche zu hören sind. Die Ruhe, die dem  Hund gut tut, hilft auch der Lernatmosphäre der Klasse.

Für den Hund muss ein fester Ruheplatz (Decke/Körbchen) im Unterrichtsraum vorhanden sein, an den er sich selbständig zurückziehen kann. Der Hund muss jederzeit die Möglichkeit haben zu trinken (Wassernapf). Die Fütterung soll durch den Besitzer gesteuert werden. Dieser entscheidet, ob Kinder mit der Fütterung beauftragt werden, ob dazu ein Napf vorhanden ist oder die Kinder den Hund aus der Hand füttern dürfen.

Zu Beginn des Schuljahres geht die Schulleitung mit einem Schulhund in die neuen 5. Klassen und stellt den Hund vor. Es werden die wichtigsten Regeln für alle Kinder im Umgang mit Hunden in der Schule besprochen, da jedes Kind auf dem Flur einem Hund begegnen kann. Dabei erzählen die Kinder von ihren Erfahrungen mit Hunden und freuen sich auf weitere Besuche, der Schulhunde.

Die Gruppen, in denen der Hund regelmäßig mitgeführt, müssen auf den Besuch vorbereitet werden. Es müssen Regel zum Schutz des Hundes und der Kinder aufgestellt werden:

·         Nichts auf dem Boden liegen lassen.

·         Leise sein, denn der Hund hört 15-mal besser als wir.

·         In Gegenwart der Hunde wird nicht gerannt.

·         Nach dem Anfassen des Hundes und auf jedem Fall vor dem Essen werden die Hände gewaschen.

·         Wenn der Hund schläft, wird er nicht gestört.

·         Befehle erteilt nur der Besitzer oder ein beauftragtes Kind.

·         Wir füttern den Hund nur nach Rücksprache mit dem Besitzer.

·         Alle Schulranzen sind geschlossen, wenn ein Hund im Raum ist.

·         Wer mit dem Hund Gassi geht, sorgt auch für die richtige Entsorgung der Hinterlassenschaften

Weitere Regeln zum Umgang mit den Hunden werden im Laufe des Unterrichtsgeschehens und im Schullalltag besprochen. Die Schüler legen sehr viel Wert auf die Einhaltung der Regel und erinnern sich gegenseitig, Gegenstände vom Boden aufzuheben oder auch leise zu sein. Ihnen ist es wichtig, dass sich der Hund wohlfühlt. Wenn der Hund sich auf dem Flur bewegt, muss aber auch gewährleistet sein, dass alle Kinder, auch die mit Hundeangst, sich sicher fühlen und nur bei eigenem Wunsch Kontakt zum Hund aufnehmen.

Bei der Einführung der ersten Schulhunde sind Eltern bei Elternabenden über die Arbeit mit den Hunden informiert worden. Mit dem Schulbüro wurde die Vereinbarung über die Ausbildung der Hunde getroffen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird bei den Anmeldegesprächen immer auch Bezug auf die Anwesenheit der Hunde in der Schule genommen, zumal ein Schulhund bei den Gespräche zugegen ist. Auch in dieser Situation übernimmt der Hund eine Brückenfunktion, denn die Kinder sollen ihre Hemmung gegenüber der Schulleitung bei den Gesprächen überwinden. Bei Ängsten wird sofort Rücksicht genommen und der Hund geht in ein abgetrenntes Büro.

Was ein Schulhund so ganz nebenbei fördert!

Im Klassenzimmer darf der Schulhund sich frei bewegen, dabei nimmt er Kontakt zu einzelnen Kindern auf, aber auch umgekehrt. Manche Kinder suchen auch oft den Kontakt zum Hund. Dabei unterbrechen sie z.T. ihre Arbeit, aber diese kurzen Auszeiten helfen besonders Kindern mit Konzentrationsproblemen, sich anschließend wieder konzentriert an die Arbeit zu gehen.

Die Kinder stärken ihr Verantwortungsbewusstsein, da sie tägliche Rituale wie versorgen und ausführen übernehmen. Alle Kinder haben die Verantwortung, dass es dem Hund in der Klasse gut geht. Dies fördert das Sozialverhalten in der Klasse. Es gibt keine Diskussionen, ob jemand etwas aufhebt, was er nicht fallen gelassen hat. Die Kinder achten gegenseitig auf die Einhaltung der „Hunderegeln“. Die Lehrkraft muss sich nicht darum kümmern.

Auch im Sinne des inklusiven Gedankens können pädagogische Begleithunde eine wichtige Aufgabe in Schulen übernehmen. Sie bereichern nicht nur durch individuelle Förderkonzepte, sondern helfen dabei Voraussetzungen zu schaffen, unter denen Inklusion überhaupt erst gelingen kann. Die Kinder üben sich in ganzheitlicher Kommunikation mit einem Lebewesen einer anderen Art auf den Grundwerten von Achtung, Respekt und Wertschätzung und lernen, das Verstehen des Gegenübers vor ihre eigenen Wünsche zu stellen.

__________________________________________________________________________________________________________________________________

Klassenfahrten

Liebe Eltern,

damit Sie die Klassenfahrten Ihrer Kinder (auch finanziell) besser planen können, erhalten Sie hier eine Übersicht. Die eingetragenen Kosten sind der ungefähre Rahmen mit Stand vom 16.1.2015.

 

Jahrgang 5: Kennenlernfahrt / Nahraum (Hameln, Rinteln, Celle) / vor der den Herbstferien / Kosten ca. 65,-€

Jahrgang 6: Fahrt mit sportlichem Schwerpunkt / Sauerland (Mölln, Sorpesee, Möhnetalsperre) / vor den Sommerferien / Kosten: 200,- €

Jahrgang 7: Klassenfahrt mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt - Wattenmeer / Borkum, Tönning / vor den Sommerferien / Kosten: 250,- €

Jahrgang 10: Abschlussfahrt / Europa / Kosten: 300,- €

 

Ihre Kinder können an weiteren, freiwilligen Fahrten teilnehmen:

Fahrt nach England / London: Für Jahrgänge 7-10, ca. 350 €

Fahrt nach Rom: Für Jahrgänge 7-10, ca. 480,- €

Fahrt nach Frankreich / Paris: Für Jahrgänge 7-10, ca. 400,- €

Ski- und Snowboardfahrt ins Zillertal / Österreich: Für Jahrgänge 6-10, ca. 300 €

Diese Angaben sind ohne Gewähr.

______________________________________________________________________________________________________________________________

Tablets im Lernraum

Unser höchstes Ziel ist es, individuelles Lernen mit der Ansprache von unterschiedlichen Lerntypen zu ermöglichen und Schülerinnen und Schüler auf ihrem Leistungsstand zu fördern. Wir beschreiten daher den Weg zur Zukunftsschule „Digitale Medien“ und möchten damit eine Vorreiterrolle in der Schullandschaft von Ostwestfalen-Lippe einnehmen. Wir wollen mit dem Einsatz von Tablets als didaktischem Lernmittel neue Wege zugunsten individueller Lernprozesse gehen. Unser Ziel ist es, jede Schülerin und jeden Schüler unserer Schule mit einem eigenen Tablet - PC auszustatten.

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) versteht die „schulische Medienbildung als dauerhaften, pädagogisch strukturierten und begleiteten Prozess der konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit der Medienwelt. Sie zielt auf den Erwerb und die fortlaufende Erweiterung von Medienkompetenz; also jener Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in der medial geprägten Lebenswelt ermöglichen.“ (Kultusministerkonferenz der Länder, 08.03.2012)

______________________________________________________________________________________________________________________________

Differenzierte Leistungsdiagnostik statt Zensuren

„Gibt man dieselben Arbeiten einer größeren Zahl von Lehrern und Lehrerinnen zur Bewertung, streuen die Noten über die ganze Skala von 1 bis 6. Und das nicht nur im Aufsatz, sondern auch in Rechtschreibung und in Mathematik. Für den einen ist der Lösungsweg wichtig, für den anderen zählt nur das richtige Ergebnis.“ (Prof. Hans Brügelmann, Universität Siegen) 

Die Aussagekraft von Zensuren ist gering. Sie sind nur scheinbar objektiv und verbreiten zu häufig Angst und Schrecken. Wir halten neue Formen der Leistungsbewertung für unverzichtbar. Deshalb haben wir ein differenziertes Rückmeldesystem entwickelt, das Schülerinnen und Schüler und Eltern gleichermaßen und zeitnah über den Stand des Lernens und der Entwicklung informiert.

 

Individuelle Zertifikate und Lernentwicklungsberichte (LEB)

Individuelle Zertifikate und Lernentwicklungsberichte ersetzen die traditionellen Formen der Leistungsbewertung. Die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler ist hierbei von großer Bedeutung, vergleichende Leistungsbewertung findet nicht statt. Schülerinnen und Schüler und Eltern werden zudem zu drei Beratungstagen pro Schuljahr eingeladen, an denen sie wenigstens 30 Minuten Gesprächszeit mit den Klassenlehrern haben. In einem Dreiecksgespräch wird das Lern- und Sozialverhalten reflektiert und analysiert. Gemeinsam erarbeiten wir Ziele für die nächsten drei Monate. Zensuren erteilen wir erst im letzten Teil der Schulkarrieren, wenn Arbeitgeber und Universitäten dies fordern.

 

Das Logbuch

Mit dem Logbuch planen und reflektieren unsere Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Lernen. Es erlaubt den Stand ihres Lernens zu überblicken. Das Logbuch dient der Kommunikation mit den Eltern und als Grundlage für Tutoren- und Beratungsgespräche. 

______________________________________________________________________________________________________________________________

Der Ganztag

„Schule ist mehr als Unterricht“

 

Der offene Ganztag

 

Im Bereich der Grundschule haben wir den offenen Ganztag. Schülerinnen und Schüler dürfen nach dem Unterricht bei uns bleiben. Sie werden dann kompetent betreut. Der Offene Ganztag der Primus-Schule arbeitet intensiv mit  diesen Schülerinnen und Schülern. Unser Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu stärken, motorische Entwicklung zu unterstützen und Sprachkompetenzen zu erweitern. Unser Ganztag ist in drei Gruppen unterteilt. In einer dieser Gruppen wird ihr Kind feste Ansprechpartner finden, Freundschaften schließen, gemeinsam Essen gehen, Hausaufgaben machen, Sport treiben, forschen und spielen. Es gibt eine große Zahl interessanter und lehrreicher Angebote für die Zeit nach dem Unterricht.

 

Der gebundene Ganztag

 

Die Schule ist ein zentraler Ort des Lernens und Lebens für Kinder. Hier haben sie die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen, Mittag zu essen und zu spielen. 

Durch einen gebundenen Ganztag wird Schule mehr als nur ein Ort des Unterrichts. Sie bietet eine ganzheitliche Förderung. Die Kinder entwickeln hier Interessen und entfalten besondere Fähigkeiten. Darum besuchen alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule ab Klassenstufe 4 verbindlich den Ganztag. Von 7:45 Uhr bis 15 Uhr werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 4-10 in der Schule betreut. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten all ihre Aufgaben in dieser Zeit. Zwischendurch kann gemeinsam Mittag gegessen werden. Es gibt Zeit zum Toben und Spielen, aber auch für Ruhe und Entspannung. Der Tag wird gefüllt mit Unterricht und Freizeitangeboten. Anschließend ist Zeit für den Verein, das Musikinstrument, die Familie oder einfach nur die Freunde. Hausaufgaben gibt es nur in Ausnahmefällen.

______________________________________________________________________________________________________________________________

 

Teamschule PRIMUS

„Schule miteinander gestalten“

 

...Wir realisieren neue Organisations- und Arbeitsstrukturen. Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schülern werden in alle zentralen Entscheidungen einbezogen. Sie sind in den Gremien vertreten. Wichtige und grundsätzlichen Fragestellungen werden immer von der gesamten Schulgemeinde entschieden! Eltern sind gerngesehene Gäste im Unterricht, in Arbeitskreisen, an Pädagogischen Tagen (SCHILF) und bei Festen.

__________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Demokratie lernen

Der Klassenrat

 

Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Gestaltungsfähigkeit in der Institution Schule. Er ist das demokratische Forum einer Klasse.

In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler über selbstgewählte Themen, über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte. 

Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schülerinnen und Schülern, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren. Der Klassenrat findet einmal wöchentlich in der Klassenratstunde statt.

 

Was sagen Lehrkräfte zum Klassenrat?

 

93 % sagen, dass der Klassenrat von der Problemlösung zwischen Tür und Angel entlastet.

90 % sagen, dass sich der Klassenrat positiv auf das Klassenklima auswirkt.

89 % sagen, dass Schülerinnen und Schüler durch den Klassenrat lernen Verantwortung zu übernehmen.

82 % sagen, dass sich der Klassenrat auf andere Bereiche des Schullebens auswirkt.

(Quelle: vgl.  www.derklassenrat)

__________________________________________________________________________________________________________________________________

Gemeinsames Lernen 

Seit 2014 sind wir Schule des Gemeinsamen Lernens. Jedes Kind ist uns willkommen und wir versuchen jedes Kind im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich zu fördern, unabhängig von Geschlecht, Religion, Nationalität und individuellem Unterstützungsbedarf.  Unser multiprofessionelles Team aus Lehrkräften der Grundschule, der weiterführenden Schule, Sonderpädagogen sowie Schulsozialarbeiterinnen und Erzieherinnen steht dafür immer in engem Austausch miteinander. Davon profitieren alle: Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhöhen ihre sozialen Fähigkeiten und lernen, ihr Wissen verständlich zu erklären, Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen erhalten viele Anregungen von ihren Mitschülern und werden zusätzlich in Kleingruppen gefördert. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Emotional-soziale Entwicklung lernen positives Verhalten an vielen guten Vorbildern und Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache lernen anhand vieler guter Sprachvorbilder. 

__________________________________________________________________________________________________________________________________

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Unsere Schule

Die PRIMUS-Schule ist auf dem Weg, eine von Jahrgang 1 bis Jahrgang 10 durchgehende Schule zu werden. Zum Schuljahr 2016/17 werden erstmals alle Jahrgänge von 1 bis 8 an unserem Standort zur PRIMUS-Schule gehören. Die Klassen 9 und 10 gehören dann noch der KTG-Stadtteilschule Dankersen an. In den Jahrgängen 1 bis 3 sowie 4 bis 6 werden die Schülerinnen und Schüler in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen unterrichtet. In Schuljahr 2017/18 soll dies ebenfalls in den Jahrgängen 7 bis 9 eingeführt werden. Der Unterricht wird fächerübergreifend und projektorientiert gestaltet. Wir sind Schule des gemeinsamen Lernens.

Unsere Schülerinnen und Schüler 

Unsere Schule wird zum neuen Schuljahr von 566 Schülerinnen und Schülern aus 29 Nationen im Altern von 6 bis 14 Jahren besucht. Ca. 43 Prozent unserer Kinder und Jugendlichen wachsen mehrsprachig auf. Im Schuljahr 2016/17 werden mindestens 22 Schülerinnen und Schüler bei uns lernen, die weniger als zwei Jahre in Deutschland leben und mit einer nicht-deutschen Muttersprache aufgewachsen sind. Die meisten von ihnen besuchen die Stufe 1 – 3, einige aber auch die Stufe 4 – 6.  Seit Anfang 2015 kommen auch vermehrt Schülerinnen und Schüler aus der Kriegsregion im Nahen Osten zu uns. Diese Kinder und Jugendliche weisen eine besonders große Bandbreite in ihren Lernausgangslagen auf. Einige von ihnen sind bereits mit dem lateinischen Schriftzeichensystem vertraut und können sich mit uns über die englische Sprache verständigen. Für sie ist Deutsch oft nicht ihre Zweit-, sondern ihre Dritt- oder Viertsprache. Andere hingegen sprechen ausschließlich ihre Muttersprache und kennen nur das arabische Schriftzeichensystem oder sind noch überhaupt nicht alphabetisiert.

 

Unsere Haltung

An unserer Schule treffen Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturkreisen sowie verschiedene Sprachen zusammen. Diese gilt es zu respektieren und wertzuschätzen, um eine Willkommens- und Anerkennungskultur an unserer Schule zu schaffen. Ein fester Termin dafür in Schuljahr ist z.B. das internationale Frühstück. Die deutsche Sprache kann dabei zu einem alle verbindenden Element werden. Deshalb fordern wir von unseren Schülerinnen und Schüler auch ein, dass im Unterricht und in der Pause so weit wie möglich Deutsch gesprochen wird. Wir wertschätzen die Muttersprachen unserer Schülerinnen und Schüler u.a., indem sie ihre Sprachen bei der Wortschatzarbeit miteinbringen dürfen. Außerdem setzen wir sie bei unterrichtlichen Themen gezielt als Übersetzer zwischen Lehrkräften und Kindern ein und wertschätzen diesen Einsatz.

 

Unsere Ziele

Das angemessene Beherrschen der Unterrichts- bzw. Landessprache ist für Schülerinnen und Schüler von enormer Bedeutung. Zum einen hängen hiervon ihre Bildungschancen ab. Das Lesen und Schreiben in deutscher Sprache wird von ihnen in der Mehrzahl der Unterrichtssituationen verlangt. Darüber hinaus zeigen Studien immer wieder, dass auch der Lernerfolg in mathematischen Bereich stark von sprachlichen Fähigkeiten abhängt, da hier logische Zusammenhänge verstanden und erklärt werden müssen.

Zum anderen sind die Integration und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie an der öffentlichen Meinungsbildung und an demokratischen Prozessen ohne ausreichende Sprachkenntnisse nicht vorstellbar.

Unser Ziel muss es daher sein, alle Kinder und Jugendlichen so bei der individuellen Erweiterung ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache zu unterstützen, dass sich ihnen Bildungs- und damit auch Lebenschancen eröffnen.

Dabei ist es für alle Schülerinnen und Schüler, aber gerade auch bei denen mit Fluchterfahrungen, besonders wichtig, dass sie die Schule als angstfreien Raum und als Lern- aber auch Lebensort erleben. Die Schule soll ein Gegengewicht zu belastenden Lebenssituationen darstellen, den Kinder und Jugendlichen Begegnungen und soziale Kontakte zu Gleichaltrigen ermöglichen, sie mit dem allgemeinen Sprachgebrauch vertraut machen und sie beim Erwerb der in unserer Gesellschaft so wichtigen formalen Schulabschlüsse unterstützen.

 

Förderung im Unterricht

Bei der Sprachförderung geht es vorrangig darum, die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch so zu erweitern und zu entwickeln, dass sie erfolgreich am Fachunterricht teilnehmen können. Dabei sind ihre Lernausgangslagen und Lerngeschwindigkeiten ebenso verschieden, wie dies bei Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Erstsprache der Fall ist. Es gehört zum Selbstverständnis unserer Schule, diese Tatsachen bei der Unterrichtsgestaltung zu berücksichtigen. 

Unser Sprachförderkonzept besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: einerseits nehmen die zu fördernden Schülerinnen und Schüler am Unterricht ihrer Lerngruppe teil, andererseits erhalten sie gezielte Sprachförderunterricht in Kleingruppen.

Die Zugehörigkeit zu einer festen Lerngruppe ist ein wichtiges Element zur Integrationen der Kinder und Jugendlichen: Sie kommen in Kontakt mit ihren deutschsprachigen Mitschülerinnen und Mitschülern, verbringen einen Großteil des Tages gemeinsam mit ihnen in der Lerngruppe, gehen mit ihnen in die Pause und nehmen an Ausflügen und Festen der Lerngruppe teil. In diesem „Sprachbad“ kommen sie viel mit der Melodie und Klang der deutschen Sprache in Kontakt und lernen unsere Alltagssprache sowie erste „Standardsätze“ in „natürlichen“ Situationen kennen. Noch nicht alphabetisierte Kinder können durch die Jahrgangsmischung in der Stufe 1 – 3 gut integriert werden, da hier immer Schülerinnen und Schüler in der Lerngruppe sind, die gerade die deutsche Schriftsprache erlernen. Bei älteren, nicht alphabetisierten Jugendlichen muss erprobt werden, ob ein Schriftspracherwerb im Rahmen unserer individualisierten Lernarrangements sinnvoll gestaltet werden kann. Sobald die zu fördernden Schülerinnen und Schüler die deutsche Schrift lesen können, können sie auch an entsprechend ausgewählten Arbeitsmaterialen selbstständig ihren Wortschatz erweitern. 

Trotzdem brauchen diese Schülerinnen und Schüler eine sehr intensive individuelle Förderung, die so in der Lerngruppe nicht ohne weiteres möglich ist. Zum Beispiel benötigen sie zur Wortschatzerweiterung zwingend Sprachvorbilder, solange der Schriftspracherwerb nicht abgeschlossen ist. Daher findet für jedes Kind und jeden Jugendlichen täglich in ein bis zwei Unterrichtsstunden ein gezielter Deutschförderunterricht statt, in dem die Sprache systematisch erlernt werden kann. Die Zusammensetzung der Kleingruppen richtet sich nach den Sprachkenntnissen der Schülerinnen und Schüler. Die Wortschatzarbeit umfasst lebens- und alltagsnahe Wortfelder wie „Schule“, „Wohnen“ oder „Einkaufen“ und greift gleichzeitig so weit wie möglich die gerade im Projektunterricht behandelten Themen auf, um die Anschlussfähigkeit an den Unterricht in der eigenen Lerngruppe zu erhöhen.

Als Unterrichtsmaterial steht uns ein Grundstock an speziell für den DaZ-Unterricht an Grundschulen entwickelten Lernmitteln zur Verfügung: 

  • thematisch sortierte Bildkarten und Poster (z.B. die DaZ-Box vom Finken Verlag, Bildkarten(spiele) vom Verlag an der Ruhr sowie von Lingoplay, DaZ-Themenordner von Spectra)
  • verschiedene Sprachlernspiele (Erzähl mir was 1 + 2, Sprechdachs, HoppHopp! Kompakt,…)
  • Arbeitshefte und Kopiervorlagen (von Spectra, vom Mildenberger Verlag oder Jandorf Verlag) und 
  • Freiarbeitsmaterial für Selbstlernsysteme wie Logico oder Paletti.

 

Neben dem Unterricht für Kinder

In der Stufe 1 – 3 können die Kinder am Nachmittag den Offenen Ganztag besuchen (insofern hier Betreuungsplätze zur Verfügung stehen). Hier erhalten sie Unterstützung bei den Hausaufgaben, können sich zusammen mit anderen Kindern im angeleiteten oder freien Spiel austoben und an AGs teilnehmen. Dieser erweiterte Kontakt mit der deutschen Sprache wirkt sich förderlich auf die Sprachentwicklung der Kinder aus („Sprachbad“, s.o.). Im freien Spiel haben sie außerdem die Möglichkeit, den Kontakt zu anderen Kindern mit der gleichen Muttersprache zu pflegen. Ab dem Jahrgang 4 nehmen alle Schülerinnen und Schüler an vier Nachmittagen der Woche am gebundenen Ganztag teil.

Zwei Mal im Jahr bietet der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Minden in den Schulferien Sprachcamps für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache an. Dort wird mit den Kindern zwei Wochen lang intensiv sprachlich gearbeitet. Unsere Schulsozialarbeiterinnen unterstützen die Familien dabei, ihre Kinder für das AWO-Sprachcamp anzumelden.

 

Neben dem Unterricht für Eltern

Am Freitagnachmittag finden kostenfreie Deutschkurse für Mütter statt, die von den Bildungspartnern Minden finanziert werden.

Einmal in der Woche trifft sich eine ebenfalls von den Bildungspartnern unterstützte Mutter-Kind-Gruppe, um entweder morgens zu frühstücken oder am Abend gemeinsam zu Kochen. Diese Gruppe wird von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin und einer Schulsozialarbeiterin begleitet.

Für Eltern-Kind-Sprechtage sind wir bemüht, über verschiedene Netzwerkkontakte Dolmetscher zu finden (u.a. Ganztag oder Elternschaft), um die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren.

Wünschenswert ist es, den Erziehungsberechtigten Elternbriefe und schulische Informationen in unterschiedlichen Sprachen anzubieten. Hierfür werden allerdings auch (verlässliche) Übersetzer benötigt.

 

Entwicklungspotentiale

Wir planen die Anschaffung von mehreren Ting-Stiften und entsprechenden Arbeitsmaterialien (Hörbilderbücher, u.a. aus dem Finken Verlag), um auch nicht alphabetisierten Kindern die Chance zum selbstständigen Erlernen der deutschen Sprache zu bieten. Um auch ältere Schülerinnen und Schüler anzusprechen und angemessen fördern zu können, ist angedacht, vermehrt Unterrichtsmaterial anzuschaffen, das für Jugendliche entwickelt wurde und das auch diesen ein selbstständigeres Arbeiten ermöglicht (z.B. Bildwörterbücher).

Die Unterrichtsforschung hat gezeigt, dass ein sprachsensibler (Fach-)Unterricht sich nicht nur auf die Schulleistungen der Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache, sondern auch auf die vieler ihrer deutschsprachigen Mitschüler förderlich auswirkt. QUA-LiS NRW erklärt die Bedeutung von sprachsensiblem Unterricht wie folgt: „Schülerinnen und Schüler müssen mit der Bildungssprache (in Schule und Unterricht, Anm.) und ihren Konzepten vertraut gemacht werden. Bildungssprache unterscheidet sich von der Alltagssprache durch ihre Orientierung an den Regeln des Schriftsprachgebrauchs, auch wenn sie in der mündlichen Kommunikation verwendet wird. Im Unterricht wird Bildungssprache von der Lehrkraft gebraucht, um Lernaufgaben zu stellen oder Unterrichtsgespräche zu führen. Auch in Lehrwerken und Arbeitsmaterialien wird Bildungssprache genutzt. Nur wenn Schülerinnen und Schüler Bildungssprache verstehen, ist es ihnen möglich dem Unterricht zu folgen. Die Beherrschung von Bildungssprache ist für Schülerinnen und Schüler entscheidend, wenn sie in der Schule erfolgreich sein wollen“. Unser Ziel muss es sein, in Trainingszeit, Projektunterricht, Werkstätten und Schwerpunktunterricht sowohl Inhalte als auch Aufgaben sprachlich so zu vermitteln, dass diese für alle Schülerinnen und Schüler verständlich sind. Mit der angedachten Vernetzung der Themen von Projektunterricht und Sprachförderunterricht ist ein erster Schritt zu einem sprachsensiblen Unterricht getan. 

Um neu ankommenden Schülerinnen und Schülern das Einleben in ihrer Lerngruppe und an unserer Schule allgemein zu erleichtern, könnte ein Mentorensystem genutzt werden, bei dem ein oder zwei Schülerinnen und Schüler aus der Lerngruppe als erste Ansprechpartner und Helfer den Neuankömmlingen bei Fragen oder Problemen zur Seite stehen. Auch das Knüpfen sozialer Kontakte und die Einbindungen in die Gemeinschaft der Lerngruppe würden so erleichtert.

Um die besonderen Rahmenbedingungen an unserer Schule zu nutzen, könnten Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge im Rahmen eines längerfristigen Unterrichtsprojekts zum Thema „Verantwortung übernehmen“ die Rolle eines Lese- oder Sprachpaten für eine jüngere Mitschülerin oder einen jüngeren Mitschüler übernehmen und so ihren bzw. seinen deutschen Spracherwerb unterstützen. Auch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. die Erkundung unseres Stadtteils sowie der Wohnumgebung des zu unterstützenden Kindes wären denkbar.

________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Nachdenken über Schule

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ (Georg C. Lichtenberg) 

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Eltern,

Deutschland fällt bei PISA durch, Unternehmen beklagen schlecht ausgebildete Schülerinnen und Schüler, Psychologen und Kinderärzte mahnen ob der rasant steigenden Zahl psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher. Eltern quälen sich mit Hausaufgaben, zahlen Unsummen für Nachhilfeunterricht und haben Sorge um der Zukunft ihrer Kinder. Wie konnte es dazu kommen? 

Prof. Remo Largo, Kinderarzt und Pädagoge aus der Schweiz, sagt dazu: „Die Schule ist mit Prüfungen und Noten zur Treibjagd verkommen.“ Wir müssen das, im Sinne der Kinder und Jugendlichen, ändern! Hierbei sind für uns die wichtigsten Vorgaben die uns anvertrauten  Kinder. Sie haben ein Recht darauf, dass die Schule für sie da ist und nicht umgekehrt. 

Die wichtigste Aufgabe der Schule ist es, Lernen so anzulegen, dass daraus Bildung werden kann. „Darum braucht Lernen Freiraum, die Freiheit der Schule, den Unterricht jeweils neu zu denken und auf Bildung anzulegen.“ (Annemarie von der Groben) 

Oder, um es einmal mit Jürgen Klopp zu sagen: „Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich als Spieler schnell renne, weil ich Angst vor dem habe, das in meinem Rücken ist. Oder ob ich schnell renne, weil ich mich auf das freue, was vor mir ist…“ 

 
 
 
 

Berufsorientierung

 

Wir kümmern uns intensiv um die Ausbildungsplanung unserer  Schülerinnen und Schüler. Egal ob Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder Abitur. Wir helfen in den Beruf und ins Studium. Praktikums- und Ausbildungsplanung stehen neben akademischen Karrieren im Fokus der Schuljahre 8 und 9. 

Schon frühzeitig beginnen wir zwischen Schülerinnen und Schülern und der Berufswelt Verknüpfungen herzustellen. Schon ab Jahrgang 5 können die Schülerinnen und Schüler freiwillig am Girls- und Boysday teilnehmen, der geschlechtsspezifische Rollenbilder aufbrechen möchte. Im Jahrgang 7 ist dieser Tag verpflichtend. Ab Jahrgang 8 sind die folgenden Programme für unsere Schülerinnen  Schüler vorgesehen.

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) 

Potentialanalyse

Berufsfelderkundung

Praxiskurse im Rahmen des Berufseinstiegsprogramm des Landes NRW

Kein Anschluss ohne Abschluss (KAOA)

Berufswahlparcour: Markt der Möglichkeiten

3-wöchiges Betriebspraktikum

Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ)

 

Lesen Sie hier weiter!

Downloads

Demokratie lernen

Der Klassenrat

 

Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Gestaltungsfähigkeit in der Institution Schule. Er ist das demokratische Forum einer Klasse.

In den wöchentlichen Sitzungen beraten, diskutieren und entscheiden die Schülerinnen und Schüler über selbstgewählte Themen, über die Gestaltung und Organisation des Lernens und Zusammenlebens in Klasse und Schule, über aktuelle Probleme und Konflikte.  Die Vergabe fester Rollen mit klaren Rechten, Anforderungen und Pflichten trägt entscheidend zum Gelingen des Klassenrats bei. Der klar strukturierte Ablauf bildet ein Gerüst für Diskussionen und Entscheidungsprozesse – so erleichtert er den Schülerinnen und Schülern, sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen zu konzentrieren. Der Klassenrat findet einmal wöchentlich in der Klassenratstunde statt.

 

Was sagen Lehrkräfte zum Klassenrat?

 

93 % sagen, dass der Klassenrat von der Problemlösung zwischen Tür und Angel entlastet.

90 % sagen, dass sich der Klassenrat positiv auf das Klassenklima auswirkt.

89 % sagen, dass Schülerinnen und Schüler durch den Klassenrat lernen Verantwortung zu übernehmen.

82 % sagen, dass sich der Klassenrat auf andere Bereiche des Schullebens auswirkt.

(Quelle: vgl.  www.derklassenrat)

Lesen Sie hier weiter!

   
© Primus Schule der Stadt Minden