Nachdenken über Schule

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ (Georg C. Lichtenberg) 

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Eltern,

Deutschland fällt bei PISA durch, Unternehmen beklagen schlecht ausgebildete Schülerinnen und Schüler, Psychologen und Kinderärzte mahnen ob der rasant steigenden Zahl psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher. Eltern quälen sich mit Hausaufgaben, zahlen Unsummen für Nachhilfeunterricht und haben Sorge um der Zukunft ihrer Kinder. Wie konnte es dazu kommen? 

Prof. Remo Largo, Kinderarzt und Pädagoge aus der Schweiz, sagt dazu: „Die Schule ist mit Prüfungen und Noten zur Treibjagd verkommen.“ 

Wir müssen das, im Sinne der Kinder und Jugendlichen, ändern! Hierbei sind für uns die wichtigsten Vorgaben die uns anvertrauten Kinder. Sie haben ein Recht darauf, dass die Schule für sie da ist und nicht umgekehrt. 

Die wichtigste Aufgabe der Schule ist es, Lernen so anzulegen, dass daraus Bildung werden kann. „Darum braucht Lernen Freiraum, die Freiheit der Schule, den Unterricht jeweils neu zu denken und auf Bildung anzulegen.“ (Annemarie von der Groben) 

Oder, um es einmal mit Jürgen Klopp zu sagen: „Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich als Spieler schnell renne, weil ich Angst vor dem habe, das in meinem Rücken ist. Oder ob ich schnell renne, weil ich mich auf das freue, was vor mir ist…“

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Modellschule PRIMUS

Die PRIMUS Schule Minden ist eine von fünf PRIMUS-Schulen in NRW.

In diesen Modellschulen werden moderne, vielfach erprobte und wissenschaftliche abgesicherte Neuerungen zu Unterricht und Schulleben eingeführt und weiterentwickelt. Unsere Schule wird unterstützt von der Universität Bremen.

Der pädagogische Referenzrahmen wird von den Schulpreisträgern der Schulverbundes „Blick über den Zaun“ vorgegeben. Die Erkenntnisse der naturwissenschaftlich motivierten Hirn- und Lernforschung bilden das Fundament des Schulversuchs.

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Die PRIMUS-Schule in Minden

Der clevere Weg (zum Abitur)

 

 

Im Jahr 2013 ist in Minden im Stadtteil Dankersen die PRIMUS-Schule Minden entstanden. Unsere Schule will neue, moderne und zukunftsträchtige Ansätze der Lern- und Unterrichtsorganisation entwickeln, übernehmen und etablieren! Das einzelne Kind steht im Vordergrund. Stärken werden entwickelt, Schwächen werden zielgerichtet ausgeglichen. Jedes Kind bekommt eine Chance! Jeder Schulabschluss ist möglich!

 

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Trainingszeit (TZ)

  • Die SuS erarbeiten sich weitestgehend selbstständig und in ihrem individuellen Arbeitstempo ein Basiswissen im mathematischen und sprachlichen Bereich.
  • Zum Abschluss einer Lerneinheit wird ein Leistungsnachweis erbracht.
  • Die SuS sollen möglichst an ihren Leistungsgrenzen arbeiten. Die Lehrkraft unterstützt beratend hinsichtlich des zeitlichen und inhaltlichen Arbeitens. 

 

Abteilung 1 - 3

Die Trainingszeit findet häufig in der ersten Lerneinheit (1.+2. Stunde) statt. In der Trainingszeit können wir der Individualität jedes einzelnen Kindes am ehesten gerecht werden. Die Kinder können mitentscheiden, in welchem Unterrichtsfach und in welchen Materialen/Heften sie weiterarbeiten wollen. So können Neigungen und Interessen berücksichtigt werden. Die Trainingszeit beginnt mit einem Sitzkreis. Jedes Kind benennt dabei kurz, welche Aufgaben es heute erledigen oder fortsetzen möchte. Daran schließt sich die eigentlich Arbeitsphase an. Zum Abschluss kommen noch einmal alle SchülerInnen einer Lerngruppe im Sitzkreis zusammen und jedes Kind hat die Chance, seine Ergebnisse und Entdeckungen aus der Arbeitsphase seinen MitschülerInnen vorzustellen.

Treten kleinere Verständnisprobleme auf, helfen sich die SchülerInnen  gegenseitig. Das Helferprinzip wird mit den Kinder trainiert: Wie helfe ich richtig?! Was ist der Unterschied zwischen etwas vorsagen oder helfen? Durch das selbstständige Arbeiten haben die Lehrerkräfte mehr Zeit, Themen in Kleingruppen intensiver zu besprechen und so gezielter Fragen der Kinder zu beantworten.

 

 

Jahrgänge 5, 6 und 7

In der Trainingszeit lernen und üben die Schüler an individuellen Lernplänen. Hier gilt es für die Schüler in zur Zeit sechs Stunden pro Woche zu entscheiden, ob das Lernen und Üben in Deutsch, Englisch oder Mathematik notwendig und sinnvoll ist. Die Klassenlehrer achten auf eine akzeptable Verteilung der Trainingszeiten. Die Fachlehrer richten in den Trainingszeiten Fördertische für Schüler mit Nachfragen und Fordertische zur Unterstützung leistungsstarker Schüler ein. Die Trainingszeit verläuft überwiegend im Silentiummodus.

 

Beispiel eines Lernplans aus dem Fach Mathematik in Jahrgang 7

 


 

Lernplan
Wir teilen auf - Bruchrechnen Jg. 7
vom 23.11.-20.1.2016

Kompetenzen

Basis

(G-Kurs)

er- ledigt

Fortgeschrittene

(E-Kurs und Interessierte)

er- ledigt

 

Selbst- diagnose erledigt

Brüche bestimmen

AB 1

       

Teiler und Vielfache bestimmen

AB 2 AB 3 AB 4 AB 5

 

AB 2 AB 3 AB 4 AB 6

   

Brüche erweitern und kürzen

AB 11

 

AB 11

   

Brüche addieren und subtrahieren

AB 7 AB 8

 

AB 8 AB 9 AB 10

   

Brüche multiplizieren

AB 12 Buch S. 33 Aufgabe 9

 

AB 12 Buch S. 33 Aufgabe 10

   

Brüche dividieren

AB 13
Buch S. 37 Aufgabe 1,2,3

 

AB 13
Buch S. 37 Aufgabe 1,2,3

   

Vom Bruch zur Dezimalzahl zu Prozenten

AB 14 Aufgabe 10 a-f, Aufgabe 11 a- f
AB 14 a 1-3

AB 20 Reihe a,b,c

 

AB 14 Aufgabe 10 e-l, Aufgabe 11 e-l AB 14a 1-6
AB 20 Reihe a,b,c,d,e

   

Wenn statt der Diagnosearbeit das Projekt „Die Fahrradtour“ erledigen willst, solltest du jetzt anfangen!

Rationale Zahlen addieren und subtrahieren

AB 15 Aufgabe 1-6
AB 16 Aufgabe 1-6

 

AB 15 Aufgabe 7-12
AB 16 Aufgabe 7-12

   

Rationale Zahlen multiplizieren

AB 17
Buch S. 44 Aufgabe 2,3,5

 

AB 17
AB 18 Aufgaben 6-10
Buch S. 44 Aufgabe 2,3,11

   

Rationale Zahlen dividieren

AB 19 Aufgaben 2,4,5,20

 

AB 19 Aufgaben 2,4,5,20

   

Textaufgaben lösen

AB 21
AB 22
Buch S. 34 Aufgabe 16, 19

 

AB 22
AB 23
Buch S. 34 Aufgabe 19,20,21

   

Selbstdiagnosetest immer am Ende eines Teilgebietes. Spätestens am 18.12.2015.
Diagnosearbeit 14.-20.1.2016 oder Projekt „Die Fahrradtour“ (Wandzeitung, Lap-book, Lernplakat)

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Projektwochen

Der Projektunterricht (PU)

 

Zentrale Faktoren für nachhaltiges Lernen sind die Bedeutsamkeit des Inhalts für den Lernenden, die emotionale Aktivierung des Lernenden, Erfolgserlebnisse und die Selbststeuerung des eigenen Lernens - oder auch - die Wahl zu haben. Wie kann es gelingen, diese Bedingungen zu schaffen?

Formen von selbstgesteuertem Lernen und selbstständigem Arbeiten können nur in veränderter Unterrichts- und Lernorganisation gelingen. Individuelles Lernen braucht anspruchsvolle Aufgaben und Problemstellungen, lernprozessorientierte Zeitstrukturen und die Möglichkeit zur weitgehenden Steuerung der Arbeitsprozesse durch die Schülerinnen und Schüler. Die verhängnisvolle Teilung des „In-Fächern-Lernens“ soll zu Gunsten eines ganzheitlichen Lernens überwunden werden. Schüler müssen demnach bezogen auf Inhalte, Methoden, zeitliche Abläufe und soziale Gefüge einbezogen werden. Deshalb haben wir Unterrichtsformen erdacht oder abgeschaut, die dies ermöglichen.

 

„Erzähle mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass‘ es mich tun, und ich verstehe.“ (Konfuzius)

 

Im Projektunterricht lernen Kinder projektorientiert. Kompetenzen aus verschiedenen Fächern werden hier zu einem systematischen Ganzen. Das Produkt gibt die Notwendigkeit vor, Inhalte zu lernen und Kompetenzen zu erlangen.

 

Der Lehrer schlägt unterschiedliche Projekte vor, aus denen die Schüler wählen können. Die Projekt haben unterschiedliche Schwerpunkte und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Jeder Schüler kann, im Rahmen der vorher festgelegten Unterrichtsreihe, sein Projekt wählen. Es ist auch möglich, ein eigenes Projekt zu definieren. In jedem Fall bespricht der begleitende Lehrer mit jedem Schüler die Wahl des Projektes bezogen auf die Passung des Anspruchsniveaus.

 

Beispiel eines Projektplans aus dem Fach Mathematik in Jg.5

 

Natur schafft Wissen:

Projektplan Mathematik / NW Jg.5

                         Häufigkeiten und Diagramme

Beginn des Projekts von Mathematik und NW: ___________

Abgabe / Präsentation am: ________

Arbeitsauftrag:

  1. Überlege alleine zu welchem Thema du Daten in einer Umfrage sammeln willst. 
 

 

Thema 1: Sportvereine

 

 

 

 Thema 2: Instrumente

 

Thema 3: Schulwege

 

Thema 4: Eigene Idee

Mögliche Fragen:

-Sind meine Mitschüler Mitglied in einem Sportverein?

- Welche Sportarten betreiben meine Mitschüler?

- Gibt es Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen?

- Welche Sportarten wünschen sich meine Mitschüler als Pausenangebot?

Mögliche Fragen:

- Welche Instrumente spielen die Schülerinnen und Schüler meines Jahrgangs?

- Spielen sie in einem Orchester oder einer Band?

- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Spielen eines Instrumentes und der Schwerpunktwahl?

Mögliche Fragen:

- Welchen Weg zur Schule gehen oder fahren meine Mitschüler?

- Wie lang ist der Weg?

- Wie viel Zeit benötigen sie dafür?

- Wer hat den längsten, wer den kürzesten Schulweg?

Tipp: Benutze eine Karte und lege die Wege mit Wollfäden nach.

- Finde ein eigenes Thema. 

- Entwickle mögliche Fragen zusammen mit einem Partner.

  1. Suche dir einen Partner, der an dem gleichen Thema arbeiten möchte. Beachtet: Jeder muss die Ergebnisse in seiner eigenen Mappe sammeln!
  2. Überlegt, was ihr für eure Umfrage herausfinden müsst. Stellt eine Urliste zusammen, indem ihr jeden Schüler eurer Klasse oder eures Jahrgangs befragt. Teilt euch die Befragungen auf.
  3. Fertigt zu eurem Thema eine Strichliste und Häufigkeitstabelle an.
  4. Stellt euer Ergebnis grafisch mithilfe eines Balken- oder Säulendiagrammes dar.
  5. Falls möglich, bestimmt den Zentralwert und die Spannweite! Wenn dies nicht geht, begründet warum nicht.
  6. Erstellt ein Plakat zu eurem Thema! Auf dem Plakat soll deutlich werden, was ihr spannendes herausgefunden habt. Gestaltet das Plakat so, dass eure Mitschüler die Ergebnisse mit großem Interesse lesen werden. Erklärt auf dem Plakat auch, wie ihr zu den Ergebnissen gelangt seid.
  7. Bereitet eine Präsentation vor und präsentiert euer Ergebnis der Klasse.
 

 

 

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