Die Streitschlichter

Seit dem Schuljahr 2013/14 werden an unserer Schule Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet. Nach einer einjährigen Ausbildungszeit werden sie eingesetzt, um Streitigkeiten und Konflikte von SchülerInnen, vor allen Dingen aus den Jahrgängen 5 und 6, zu lösen. Sie stehen in den Pausen für Gespräche zur Verfügung.

Ziel ist es, dass die streitenden SchülerInnen unter der Anleitung der Streitschlichter selbst eine Lösung für ihren Streit finden, die Schlichter helfen nur dabei. Die Teilnahme an einer Schlichtung ist freiwillig. Ablauf und Ergebnis bleiben geheim. Am Ende der Schlichtung wird ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen. Zudem wird ein Folgetreffen vereinbart, bei dem überprüft wird, ob der Vertrag auch eingehalten wurde.

 

Warum ist dieses Programm wichtig?

Die Streitschlichtung hat viele positive Auswirkungen auf das Schulleben und auf die Entwicklung der SchülerInnen:

Die Institution der Streitschlichtung gibt gerade jüngeren SchülerInnen die Sicherheit, im Falle von auftretenden Schwierigkeiten nicht allein gelassen zu werden. Oft können die Streitschlichter als ältere Mitschüler die Probleme der Jüngeren besser verstehen als Lehrer, die sie natürlich auch ansprechen können.

Streitigkeiten werden seltener in den Unterricht getragen. SchülerInnen, die in der Streitschlichtung eine Lösung gefunden haben, gehen beruhigter in den Klassenraum zurück und können sich dadurch wieder besser auf den Unterricht einstellen.

In Sinne einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Erziehung lernen SchülerInnen, eigene Probleme zu lösen, und zwar gewaltfrei, wodurch sie ein größeres Maß an Sicherheit gewinnen. Sie erfahren die Verbindlichkeit von getroffenen Vereinbarungen und werden mit Fähigkeiten ausgerüstet, um mit Konflikten auch außerhalb der Schule und im späteren Leben umzugehen.

SchülerInnen, die sich als Streitschlichter ausbilden lassen, erwerben Kompetenzen, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Die schon bestehende Neigung, sich sozial zu engagieren und in Konflikten  zu vermitteln, wird professionalisiert.

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© Primus Schule der Stadt Minden